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Celle Stadt CDU will weitere Tempo-30-Zonen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt CDU will weitere Tempo-30-Zonen
11:56 08.06.2012
Von Michael Ende
Joachim Ehlers in Starfle alte Grenze f¸r Tempo 30 Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

CELLE-NEUENHÄUSEN."Ich denke, man hat es schlichtweg versäumt, auf der Straße Alte Grenze und in dem betreffenden Teilstück der Spörckenstraße Tempo 30 einzuführen", sagt Joachim Ehlers (CDU). "Anders ist es nicht zu erklären, dass mitten in einem Wohngebiet nach wie vor 50 Stundenkilometer gefahren werden darf, auf übergeordneten Straßen jedoch Tempo 30 angeordnet werden soll."

Doch hier gehe es eben nicht um Bundesstraßen, sondern um solche, auf denen man problemlos den Verkehrsflusss verlangsamen könne, so Ehlers: "Aus unserer Sicht gibt es überhaupt keinen Grund, auf diesen Strecken weiterhin an Tempo 50 festzuhalten. Es handelt sich hier um reines Wohngebiet, in dem grundsätzlich Tempo 30 vorgesehen ist."

Allerdings würden diese Straßen gern als "Schleichwege" zum Bahnhof und zur Umfahrung von Verkehrsstaus auf den Hauptrouten genutzt, so dass zu den Verkehrsspitzenzeiten ein für Wohngebiete unverhältnismäßig hohes Verkehrsaufkommen registriert werde, das den Anwohnern nicht mehr zuzumuten sei, bekräftigt Ehlers: "Zur Beruhigung des Verkehrs, zur Lärmreduzierung und letztlich auch als Beitrag, diese Strecken als Schleichwege unattraktiver zu machen, sollte daher auch hier, wie für Wohngebiete vorgesehen, Tempo 30 gelten."

Übrigens sei das Gebiet zwischen Hannoverscher Straße, Windmühlenstraße und Fuhse bereits weitestgehend als Tempo-30-Zone ausgewiesen, so dass es sich hier um einen Lückenschluss handele erläutert Ehlers: "Darüber hinaus sind die genannten Strecken Schulwege, die Spörckenstraße ist sogar eine der Hautschulwegrouten zur Waldwegschule. Schon allein aus diesem Grund ist Tempo 30 zwingend erforderlich." Bisher seien sämtliche Versuche zur Einführung von Tempo 30 von der Verwaltung mit der Aussage abgelehnt worden, dass es sich bei den genannten Straßen um ÖPNV-Strecken handele. Die Realität sehe heute jedoch anders aus, so Ehlers: "Zahlreiche Beispiele zeigen jedoch, dass diese Begründung nicht mehr greift."

Die CDU macht sich dafür stark, dass - anders als von der Verwaltung geplant - zumindest innerorts auf Bundesstraßen keine Tempo-30-Zonen eingerichtet werden sollten. Das solle aber nicht für Schulbereiche an Bundesstraßen gelten, so Ehlers.