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Celle Stadt CZ-Aktion "Mitmenschen in Not": 20 Jahre Hilfe für Bedürftige
Celle Aus der Stadt Celle Stadt CZ-Aktion "Mitmenschen in Not": 20 Jahre Hilfe für Bedürftige
10:50 15.11.2014
Celle Stadt

"Den Menschen im Kreis Celle ist das Schicksal der Menschen in ihrer Nähe nicht gleichgültig“, sagt CZ-Chefredakteur Ralf Leineweber. Als Beleg hierfür sieht er die fast zwei Millionen Euro Spendengelder, die seit 1995 durch die Weihnachtsaktion „Mitmenschen in Not“ der Celleschen Zeitung zusammengekommen sind. „Dieses soziale Engagement und die Bereitschaft, diejenigen unter uns zu unterstützen, die in Not geraten sind, bestätigen die Funktionsfähigkeit einer intakten Gemeinschaft.“

Auch in unserer „Wohlstandsgesellschaft“ tun sich immer wieder Lücken auf, treffen Not und Armut auf scheinbar abgesicherte Lebensplanungen. Schicksalsschläge sind meist nicht vorhersehbar, treffen deshalb umso härter. Egal ob Krankheit, Trennung, Unglücksfälle oder gar Tod – die Betroffenen sehen sich ad hoc aus ihrem Alltag gerissen und sind mit Problemen konfrontiert, die sie häufig überfordern und die sie ohne Unterstützung nicht lösen können.

Nicht jeder hat ein persönliches Umfeld, auf das er im Notfall zurückgreifen kann. Viele Menschen sind auf Hilfe von außen angewiesen. Hier versucht die Aktion „Mitmenschen in Not“ der Celleschen Zeitung seit 1995 ihren Teil beizusteuern. „In Zusammenarbeit mit den Kirchen und den sozialen Diensten werden aus dem Spendentopf nicht nur einzelne, unverschuldet in Not geratene Menschen und Familien bedacht, sondern auch Einrichtungen, Vereine und Gruppen, die sich anerkannt sozial engagieren“, so Leineweber. Unter anderem erhalten die Celler Tafel, die Essenszeit, die Bahnhofsmission, aber auch das Onkologische Forum, das „Projekt Brückenbau“ zur Wiedereingliederung Straffälliger sowie zahlreiche Jugendhilfe- und Stadtteilprojekte Förderbeträge für ihre Arbeit.

Not bleibt zunächst häufig unbemerkt. Die Betroffenen versuchen ihre missliche Lage nach außen hin zu verbergen, hoffen erst einmal, allein damit klar zu kommen – zu groß ist die Scham, nicht mehr mithalten zu können. Arbeitslos gewordene Väter verlassen „wie gewohnt“ das Haus, damit die Nachbarn nichts merken; Familien essen wochenlang nur Nudeln mit Ketchup, damit der Schulausflug der Tochter finanziert werden kann; Senioren drehen die Heizung in der Wohnung herunter und frühstücken im Wintermantel, um Energiekosten einzusparen; Kinder sagen aus fadenscheinigen Gründen Einladungen zum Geburtstagsfest ab, weil sie kein Geschenk mitbringen können.

Das Gefühl von Hilflosigkeit, Isolation und Angst vor dem nächsten Tag verdichtet sich zur empfundenen Ausweglosigkeit. Depressionen und Selbstaufgabe ebnen den Weg in die Sucht und die Vernachlässigung. Spätestens hier wird aus dem Problem Einzelner auch eines der Gesellschaft. Rechtzeitige Hilfe und Unterstützung kann die Spirale durchbrechen und Schlimmeres verhindern. Hoffnung und Unterstützung im Kampf gegen Schicksalsschläge sind wichtig, um einen Weg aus der Krise suchen und finden zu können.

Deshalb hofft die Cellesche Zeitung auch in diesem Jahr auf die Unterstützung der Menschen in Stadt und Landkreis. „Zeigen Sie Solidarität und Mitgefühl und helfen Sie uns, dort zu helfen, wo Hilfe nötig ist“, so der Appell von Chefredakteur Ralf Leineweber. „Helfen Sie durch Ihre Spenden und die Teilnahme an der großen Weihnachtstombola mit, zumindest das Allernotwendigste bereitstellen zu können, damit Zuversicht und Stärke bei den Betroffenen bleiben.“ Dies sei die Voraussetzung, um die neuen Umstände bewältigen und angehen zu können.

Spenden für Weihnachtstombola erbeten

Im Mittelpunkt der Weihnachtsaktion „Mitmenschen in Not“ steht auch in diesem Jahr wieder eine große Tombola in der Celler Innenstadt. Vom 6. bis 14. Dezember werden von Mitarbeitern des Verlags sowie Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben Lose für den guten Zweck verkauft. Allein auf diesem Weg wurden seit 1997 mehr als 1,1 Millionen Euro eingenommen.
Der Erfolg dieser Aktion hängt ganz entscheidend von Anzahl und Art der Preise ab. Diese werden von Geschäftsleuten aus dem Raum Celle, aber auch von weit darüber hinaus als Sachspenden zur Verfügung gestellt. Aktuell sind bereits wieder rund 4000 Preise eingetroffen. „Aber wir stehen erst ganz am Anfang“, sagt Chefredakteur Ralf Leineweber. „Jeder weitere Preis steigert den potenziellen Erlös.“

Wer die Tombola mit interessanten Sachpreisen oder Gutscheinen unterstützen möchte, wende sie sich bitte an Dörthe Rogalski, ☏ (05141) 990110. Per Fax erreichen Sie uns unter 990112, per E-Mail unter redaktion@cellesche-zeitung.de.

Von Doris Hennies