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Celle Stadt CZ-Weihnachtsaktion: Jetzt kann Anika nur noch hoffen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt CZ-Weihnachtsaktion: Jetzt kann Anika nur noch hoffen
21:45 24.12.2013
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Eigentlich könnte bei Familie Neumann (Name von der Redaktion geändert) alles gut sein: Die jungen Eltern stehen mitten im Leben, der Familienvater hat nach seiner Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann gerade eine neue Arbeitsstelle gefunden, Mutter Linda kümmert sich um ihr Wunschkind, die kleine Anika. Doch Anika braucht dringend eine medizinische Behandlung, die ihr von den Krankenkassen verwehrt wird. Während der Diskussion um die Kostendeckung wird das kleine Mädchen immer älter und die Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung werden immer geringer.

Seit ihrer Geburt leidet die elf Monate alte Anika an einer „Schiefhalshaltung“. Das Mädchen kann sich von alleine nicht gerade halten, ihr Kopf ist verdreht und geneigt und schränkt sie stark ein. „Wir haben schon früh bemerkt, dass unsere Tochter einen deutlichen Hang zur rechten Seite hat und ihr Köpfchen verformt ist“, beschreibt Mutter Linda. In den ersten Nachuntersuchungen habe sie noch gehofft, die Fehlhaltung und Verformung lasse sich durch intensive Krankengymnastik beheben. Mit fünf Monaten erhielt die Familie dann die Diagnose: ­Anika braucht dringend einen ärztlich angepassten Helm, um den Fehlstellungen entgegen zu wirken. Je früher die Behandlung beginnt, desto größer sind die Chancen, den Zustand des kleinen Mädchens zu verbessern.

1819 Euro würde die empfohlene Behandlung kosten. Familie Neumann hat den Antrag samt medizinischem Gutachten bei ihrer Krankenversicherung eingereicht, doch die Kostenübernahme wurde abgelehnt. „Wir können uns den Helm alleine einfach nicht leisten“, so Linda Neumann. Die Entscheidung der Krankenkasse könnte für Anika schwere Folgen nach sich ziehen. Sollte die Therapie unterbleiben, wird die Kopfform auch im weiteren Wachstum weitgehend unverändert bleiben und sich sogar noch verschlimmern. Nicht nur, dass die kleine Anika in ihrer Entwicklung gehemmt und eingeschränkt ist, jetzt müssen sich ihre jungen Eltern auch noch dem Rechtsweg stellen. Die Klage vor dem Sozialgericht läuft bereits, die Abhandlung und ein Urteil können sich aber bis zu zwei Jahren hinziehen. Dann ist es allerdings für eine wirklich erfolgreiche Therapie viel zu spät. Linda und Torsten Neumann sind verzweifelt und am Ende ihrer persönlichen Möglichkeiten. Nur durch Spenden für eine sofortige Behandlung kann Anika jetzt noch geholfen werden.

Von Doris Hennies / Stefanie Dettmar