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Celle Stadt Calmus-Ensemble fasziniert mit Gesangskunst in Celler Lobetalkirche
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Calmus-Ensemble fasziniert mit Gesangskunst in Celler Lobetalkirche
22:23 10.06.2018
Nahezu perfekter Gesamteindruck: das Calamus-Ensemble zu Gast bei Lobetal. Quelle: David Borghoff
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Natürlich wird da weniger mit Spitzentönen brilliert als in der Oper, dafür aber mit Feinheiten fasziniert, die mancher zwar vielleicht gar nicht bewusst wahrnimmt, die aber einen nahezu perfekten Gesamteindruck entstehen lassen. Und dazu kommt noch, dass dieses Ensemble bis heute kein bisschen Eitelkeit ausstrahlt und auch noch nach fast 20 Jahren auf den Konzertpodien der Welt mit einer Sangesfreude agiert, die direkt zum Publikum überspringt.

Ursprünglich waren es fünf ehemalige Thomaner die sich nach dem Ende ihrer gemeinsamen Zeit zusammengeschlossen haben, um musikalischen Spaß zu fünft zu haben. Schon bald wurde ein hoher Tenor ersetzt durch die Sopranistin Anja Lipfert, die seitdem, abgesehen von zwei kurzen Auszeiten, immer dabei ist. Und genau das macht auch das Besondere dieses Ensembles aus: die klangliche Krönung des Klangs der vier Herren durch einen wunderbaren, höhensicheren und ungemein flexiblen Sopran, der sich, wenn nötig, perfekt in den Gesamtklang integriert, aber eben durchaus auch, wenn es denn nötig ist, strahlend über den Ensembleklang erhebt.

Zumeist ist natürlich der perfekt ausbalancierte Klang der fünf Stimmen gefragt. Und dieser war in der ersten, geistlichen Programmhälfte nicht nur bei Palestrina und Tavener zu erleben, sondern auch beim deutschen Romantiker Rheinberger, dessen Stücke, mit Überdruck gesungen, leicht zu Klangkitsch werden. Hier war das natürlich nicht der Fall.

Im Zentrum dieses Programmteils dann eines der größten Meisterwerke für fünfstimmigen Chor, die Bach-Motette „Jesu, meine Freude“. Solistisch dargeboten konnte das Calmus-Ensemble mit einer Feinabstimmung aufwarten, die für einen größeren Chor naturgemäß nicht erreichbar ist. Hier passte alles, von den Tempoproportionen bis zu den Phrasierungen, von minimalen klangfarblichen Abschattierungen bis hin zum weiten Bogen des Stückes und der musikalischen Textausdeutung. So gut hört man Bach nur ganz selten.

Nach der Pause ging es im weltlichen Programmteil ähnlich gut weiter. Nach eher in sich gekehrten Stücken von Poulenc ließ es das Ensemble dann bei einer Art Renaissance-Pasticcio ähnlich einer Madrigalkomödie von Mateo Fletcha richtig krachen und machte aus dem Stück eine kleine, bestens gelungene Theateraufführung. Dass es danach noch fünf ganz unterschiedliche Folksongs gab, rundete den Abend ideal ab.

Von Reinald Hanke

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