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Celle Stadt "Carpet Crawlers" in der CD-Kaserne
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Carpet Crawlers" in der CD-Kaserne
19:46 06.03.2017
Von Jürgen Poestges
Celle Stadt

Er hatte einige Überraschungen parat. Denn er eröffnete den Abend mit „Another Cup of Coffee“ von Mike & the Mechanics, der Band von Genesis-Bassist und -Gitarrist Mike Rutherford. Und neben „Solsbury Hill“ von Ex-Genesis-Sänger Peter Gabriel hatte er auch dessen „In your Eyes“ im Programm – klasse.

Mit zahlreichen Genesis-Klassikern brachte er den Saal schnell zum Kochen. „Carpet Crawlers“ vom legendären Album „The Lamb lies down on Broadway“ – ein Song für die alten Leute im Publikum, wie Wilson betonte, war natürlich dabei. Aber auch „Mama“, „That`s all“, „Jesus He knows me“, „No Son of Mine“, „Home by the sea“ oder „Follow you, follow me“ aus der Phil Collins-Ära hatten ihren Platz. Von „seinem“ Genesis-Album spielte er allerdings lediglich den Hit „Congo“.

Wilson bewies aber auch, dass seine Solo-Werke mehr als nur Beiwerk sind. Den Schwerpunkt setzt er dabei auf seine beiden im vergangenen Jahr veröffentlichten Alben: „Song for a friend“, „Not long till Springtime“ „Calvin and Hobbs“ und das unglaublich schöne „Makes me think of Home“ bewiesen, das er sich von Genesis schon lange emanzipiert hat. Beim letzten Stück durfte Saxofonist Marcin Kajper beweisen, was er konnte. Er wechselte zwischendurch auch zum Bass oder zur Querflöte. Schlagzeuger Mario Koszel, Keyboarder Kool Lyczek, Stefanie Hoelk an der Violine und als Gitarrist Rays Bruder Stephen komplettierten die Band in Celle.

„Wir haben keine feste Setliste“, erklärte Ray Wilson nach dem Konzert. „Wenn man jeden Tag auf der Bühne stehst, muss man schon mal variieren, damit es nicht langweilig wird.“ Und er konnte sich sogar daran erinnern, dass er bereits 2004 schon einmal in Celle war.

Natürlich fehlte im Programm auch nicht „Inside“, der Hit der ersten Wilson-Band „Stiltskin“ aus der Jeans-Werbung. Die Celler Fans waren mit der Song-Auswahl des 47-Jährigen jedenfalls hörbar zufrieden. Und Wilson versprach: „Wir kommen ganz bestimmt wieder.“