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Celle Stadt Cartoons von Peter Gaymann auf Sondermarke verewigt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Cartoons von Peter Gaymann auf Sondermarke verewigt
14:10 28.02.2014
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„Burgen und Schlösser“

„Wo ist der Berg, darauf drey Schlösser steh‘n und nebenher drey Wässer geh‘n?“, fragt ein alter Vers. „Meißen“ lautet des Rätsels Lösung. Hier, am Ausgang des Elbtalkessels, wo die Flüsse Elbe, Triebisch und Meisa einen steilen Felsen umfließen, ließ der ostfränkische König Heinrich I. (876–936) aus dem sächsischen Adelsgeschlecht der Liudolfinger um 928 eine hölzerne Burg mit dem Namen Misni errichten. Hoch über den Wäldern im Osten des noch jungen deutschen Reiches sollte sie als Ausgangspunkt für die Eroberung slawischer Territorien dienen.

Einen massiven baulichen Einschnitt erlebte die Burg im 15. Jahrhundert. Als 1464 die wettinischen Brüder Ernst und Albrecht die Herrschaft über die sächsischen Ländereien übernahmen, beauftragten sie 1471 den Baumeister Arnold von Westfalen (um 1425–1481), an der Stelle der Markgrafenburg einen prächtigen Schlossbau zu errichten.

Noch während des Schlossbaus teilten Albrecht und Ernst das wettinische Territorium unter sich auf. Damit entfiel die der Albrechtsburg zugedachte Funktion. Die Anlage wurde nur noch selten als Wohnschloss genutzt. Erst 1710 – als Sachsens Kurfürst August der Starke (1670–1733) das Schloss einer eigentlich zweckfremden Nutzung zuführte – kehrte neues Leben ein: Die Albrechtsburg wurde für über 150 Jahre zur Produktionsstätte der Porzellanmanufaktur Meißen. Bis heute ist die Albrechtsburg ein Anziehungspunkt.

„Cartoons von Peter Gaymann“

Zwei populäre Hühnermotive des Kölner Cartoonisten Peter Gaymann erobern 2014 die Welt der Briefmarken. Wie kein zweiter versteht es Gaymann, die kleinen und größeren Fragen unserer Zeit auf Papier zu bannen. Dabei nimmt der 63-Jährige die Menschen und ihre Probleme „tierisch“ ernst. Seine Fans erkennen sich in Gaymanns Helden wieder, auch wenn diese Hühner sind. Fast 40 Jahre ist es her, dass seine ersten Zeichnungen in Studenten- und Stadtmagazinen, in der Wochenendausgabe der Badischen Zeitung, in der alternativen Tageszeitung taz und in einem ersten kleinen Buch erschienen. Heute zählt Gaymann mit fast 70 Büchern, Millionen verkaufter Postkarten und regelmäßigen Zeichenkolumnen zu den erfolgreichsten Cartoonisten des Landes.

„Evangelische Posaunenchöre“

„Lobet den Herrn mit Posaunen“, so heißt es im Psalm 150, und auf diesen biblischen Auftrag berufen sich in ganz Deutschland 120.000 Bläserinnen und Bläser in über 7000 evangelischen Posaunenchören. Sie treten nicht nur in Gottesdiensten auf, sondern auch bei Gemeindefesten, Straßenfesten und Weihnachtsfeiern, sie geben Konzerte geistlicher Musik und spielen Jubilaren ein „Ständchen“. Die ehrenamtliche Tätigkeit der Posaunenchöre ist nicht nur eine wichtige Säule der evangelischen Kirchenmusik, sondern auch ein ausgesprochener Aktivposten der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Im Jahr 1843 entstand im ostwestfälischen Jöllenbeck der erste Posaunenchor nach heutigem Muster. Von Westfalen aus verbreiteten sie sich über ganz Deutschland. In Abgrenzung zur Militärmusik entstand eine rein geistliche Blasmusik im Dienste der Volksmission. Johannes Kuhlo, Anstaltspfarrer von Bethel und Vorsteher der Diakonenanstalt Nazareth, organisierte jahrzehntelang Bläsertreffen, führte Schulungen für Chorleiter durch und gab Notenbücher („Kuhlo I–IV“) für Posaunenchöre heraus.

Edgar Schröder

Von Edgar Schröder