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Celle Stadt Causa Bode
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Causa Bode
22:17 10.02.2012
Von Michael Ende
Celle Stadt

Die Grenze zwischen privater und dienstlicher Minister-Sphäre scheint zu verschwimmen. Und dabei war Bode doch Anfang der Woche noch ganz ostentativ von Wulff „abgerückt“. Hatte Ratschläge verteilt.

Jetzt hat sich Bode selbst in die Nähe von Vorwürfen gerückt, die denen ähneln, mit denen der Bundespräsident seit Wochen attackiert wird.

Das war ungeschickt. Ungeschickt deshalb, weil Bode nicht gleich zu Anfang erklärt hat, dass er in Sachen Groß Hehlener Ostumgehung befangen ist - und dass er sich deshalb nicht einmischen kann. Aber nein: Bode kümmert sich, mischt sich ein.

Und liefert so politischen Gegnern Munition frei Haus. Munition, die gerade in Zeiten der „Causa Wulff“ Hochkonjunktur hat. Ob der Liberale im Ernst dachte, niemand wisse, wo sein Haus liegt? Wie hatte Bode noch kürzlich in Sachen „Causa Wulff“ kommentiert: „Da kann man nur den Kopf schütteln, aber gesagt ist gesagt.“ Das kann Bode nun auch auf sich selbst beziehen.

Nicht nur sich selbst, sondern auch seinen Nachbarn in Groß Hehlen könnte Bode so einen Bärendienst erwiesen haben. Die Menschen im Celler Ortsteil engagieren sich völlig zu Recht dafür, dass sie von der neuen Schnellstraße nicht mehr als unbedingt nötig belästigt werden. Einen Verbündeten, dessen Schuss nach hinten losgeht, können sie dabei schwerlich gebrauchen.