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Celle Stadt CeBus-Streik in Celle: Das Chaos bleibt aus
Celle Aus der Stadt Celle Stadt CeBus-Streik in Celle: Das Chaos bleibt aus
19:54 12.03.2015
Von Simon Ziegler
Nur wenige Busse fuhren am Donnerstag den Schlossplatz an. Die meisten Kunden waren auf den Streik vorbereitet.  Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Doch nicht alle hatten etwas von dem Arbeitskampf der Busfahrer mitbekommen. "Ich habe es nicht gewusst", sagte Edith Wöhler. Sie hatte einen Arzttermin und musste von Westercelle in die Innenstadt laufen. Für den Rückweg versuchte sie ein Taxi zu rufen. Doch das war gar nicht so leicht, ein Taxi wurde ihr vor der Nase weggeschnappt. "Ich habe trotzdem Verständnis für die Busfahrer. Die arbeiten ja für ein Butterbrot."

Auch Sven Zeunert fand den Streik der Busfahrer in Ordnung. "Es ist zwar ärgerlich, weil ich jetzt von Eschede den Zug nehmen musste und dann vom Bahnhof in die Stadt gelaufen bin", sagte er. Trotzdem habe er Verständnis für die Forderungen der CeBus-Mitarbeiter.

Das sah Klaudia Moszczynski ganz anders. "Der Streik ist eine Frechheit. Wenn man mit dem Geld, das man verdient, unzufrieden ist, dann muss man sich eine andere Arbeit suchen", sagte sie. Mit der CeBus fahre sie schon länger nicht mehr, die Tickets seien zu teuer.

Auch in den Schulen blieb das große Durcheinander aus. "Die Schüler sind da, hier gibt es kein Chaos", sagte die Schulleiterin der Gesamtschule, Meike Kerker. Ähnlich war es an der Oberschule in Wathlingen. "Viele Schüler sind mit dem Fahrrad gekommen, außerdem haben Eltern Fahrgemeinschaften gebildet. Hier ist der Streik kaum zu spüren", sagte Direktoren-Stellvertreter Frank Borchert. Es hätten nur ganz wenige Eltern wegen des Arbeitskampfes der Busfahrer in der Schule angerufen.

Bodo Theel, Leiter der Winser Oberschule, konnte dem Streik sogar etwas abgewinnen. "Viele Schüler haben das Fahrrad wieder für sich entdeckt", sagte er. Auch aus Hambühren kamen viele Kinder und Jugendliche mit dem Rad und taten somit bei sonnigem März-Wetter etwas für ihre Gesundheit. Winsen war eine der wenigen Schulen im Kreis Celle, die von den Bussen regulär bedient wurde. Doch die meisten Schüler wollten sich darauf wohl nicht verlassen. Die Busse waren fast alle leer.