Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Celle: Bei SVO-Tochter droht Stellenabbau
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celle: Bei SVO-Tochter droht Stellenabbau
18:06 02.07.2014
Von Gunther Meinrenken
Bei der SVO-Tochter Celle-Uelzen Netz GmbH soll Personal abgebaut werden. Die Dimensionen stehen noch nicht fest. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Eine „gewisse Unruhe“ macht sich seit einigen Monaten unter den etwa 370 Beschäftigten der Celle-Uelzen Netz GmbH breit. Bei dem Tochter-Unternehmen der SVO-Holding, das für den Netzbetrieb verantwortlich ist, steht ein Stellenabbau im Raum. Genaue Zahlen sind nicht bekannt. Betroffen sind die Standorte in Celle und Uelzen.

Bereits 2012 hat sich angedeutet, dass die Celle-Uelzen Netz Einnahmeverluste wird hinnehmen müssen. Das Unternehmen bestreitet einen Gutteil seines Umsatzes damit, dass andere Anbieter dafür bezahlen müssen, wenn sie Strom oder Gas durch die Netze der Celle-Uelzen Netz leiten. Grundlage dafür sind die Vorgaben der Bundesnetzagentur, die regelmäßig so genannte Effizienzbewertungen vornimmt. Was man an der Sprenger 2012 schon ahnte, bestätigte sich im Herbst vergangenen Jahres, als der Bescheid der Bundesnetzagentur eintraf.

„Bei Strom haben wir nach wie vor einen Wert von 100 Prozent. Bei Gas allerdings nur noch 83,02 Prozent“, erklärt Ulrich Finke, Geschäftsführer der Celle-Uelzen Netz. Da man bei der vorangegangen Prüfung im Gasbereich ebenfalls bei 100 Prozent gelegen hatte, forschte Finke nach. Ergebnis seiner Recherchen. Nicht das Netz hat sich verschlechtert, sondern die Bewertungskriterien. „Das Teilnehmerfeld der Netzbetreiber hat sich verändert. Nun zählen auch regionale Ferngasbetreiber dazu und die bringen andere Parameter mit ein“, so Finke.

Im Ergebnis bedeutet das für die Celle-Uelzen Netz: Sie bekommt weniger Einnahmen aus der Durchleitung von Gas. Diese Verluste müssen aufgefangen werden. Und hier wird wohl auch der Abbau von Personal eine Rolle spielen. „Wir können Stellen streichen, ersetzen oder unsere Mitarbeiter woanders einsetzen“, sagt Finke, der keine genauen Angaben darüber machen wollte, wie viele Stellen in dem Unternehmen abgebaut werden sollen. „Prinzipiell sind wir bestrebt, dass alles so bleibt, wie es ist“, betont er. Ein Stellenabbau solle durch Fluktuation und altersbedingte Anpassungen vonstatten gehen. Kündigungen seien nicht beabsichtigt.

Die Celle-Uelzen Netz sucht nun nach anderen Betätigungsfeldern, will die Transferprozesse im Bestandsgeschäft reduzieren. „Wir haben bereits für andere Firmen Abrechnungsdienstleistungen übernommen und dort neue Stellen geschaffen“, berichtet Finke.

Nach Ansicht des Betriebsrates gehen die Bemühungen der Geschäftsführung in dieser Richtung noch nicht weit genug. Man könnte etwa die Kundenbetreuung für Betreiber von 20 Kilowatt-Anlagen übernehmen oder im Wasserbereich tätig werden. „Das Drittgeschäft muss weiter ausgebaut werden, bevor Personal abgebaut wird“, sagt Betriebsratsvorsitzender Detlef Beier.