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Celle Stadt Celle: Haushaltssperre zeigt Wirkung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celle: Haushaltssperre zeigt Wirkung
19:18 02.05.2014
Von Gunther Meinrenken
Auch die 20. Celler Chronik bietet dem Leser wieder interessante Beitr ge ber die Geschichte der Residenzstadt. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

4,2 Millionen Euro Defizit – so sah die Prognose für den Haushalt der Stadt Celle im vergangenen Jahr aus. Jetzt liegt der vorläufige Jahresabschluss vor. Ergebnis: „Wir haben den Fehlbetrag auf 130.000 Euro reduzieren können. Das ist nahe an einer schwarzen Null“, bilanziert Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD).

Die Reduzierung des Haushaltsminus um etwas mehr als 4 Millionen Euro ist auf den ersten Blick ein großer Erfolg. „Geschuldet ist dies dem Umstand, dass wir im Grunde genommen nur für etwa sechs Wochen ohne Einschränkungen mit dem Haushalt gearbeitet haben“, erklärt Mende. So habe zu Anfang des Jahres noch kein Etat vorgelegen, da die Politik diesen zunächst nicht verabschiedet habe. Etwa Mitte des Jahres hatte Mende angesichts von „dramatischen“ Einbrüchen bei der Gewerbesteuer eine Haushaltssperre verhängt.

Abrechnungen mit Celler Unternehmen aus den Jahren 2010 bis 2012 hatten damals zu „nicht zu erwartenden“ Rückzahlungen an die Betriebe geführt. In der Kasse der Stadt fehlte auf einen Schlag ein hoher einstelliger Millionenbetrag. Mende ging im vergangenen Jahr noch von einer Erhöhung des Jahresdefizits auf 9,37 Millionen Euro aus.Umso erleichterter ist er nun, dass das Gegenteil eingetreten sei. „Das Ergebnis zeigt, dass ich auch sparen kann, wenn ich sparen muss. Aber es macht mich nicht zufrieden“, so der Oberbürgermeister. Mit dieser Art zu sparen, schiebe die Stadt lediglich Aufgaben vor sich her. „Das ist kein Sparen, sondern die Verhinderung von Ausgaben“, meint Mende.

Eine weitere positive Nachricht verkündete Mende für den Haushalt des laufenden Jahres. Die Kommunalaufsicht hat den Entwurf genehmigt. Allerdings nur unter Auflagen. „In Hannover hat man die Genehmigung an die Erwartung geknüpft, dass es im Rahmen des Sparpaketes, an dem Politik und Verwaltung gerade mit der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement arbeitet, noch zu weiteren Einsparungen kommt“, so Mende.