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Celle Stadt Celle auf dem Weg zum Geothermie-Zentrum
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celle auf dem Weg zum Geothermie-Zentrum
17:04 13.06.2012
Von Gunther Meinrenken
Bode erˆffnet neues Zentrum f¸r TiefenGeothermie in Celle Quelle: Peter M¸ller
Celle Stadt

Mit einem Deutschen Zentrum für Tiefengeothermie hat die Einrichtung des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zwar noch nicht viel zu tun, aber es ist „ein deutliches Zeichen dafür, dass wir in Niedersachsen die Geothermie als Beitrag für eine nachhaltige Energieversorgung verankern wollen“, erklärte Bode. Zugleich werde damit auch ein deutliches Signal an die Bundespolitik gesandt, dass Niedersachsen es ernst damit meint, sich bundesweit zu einem einzigartigen Wissenzentrum für Tiefengeothermie zu entwickeln. Und das Herz dieses Zentrums soll in Celle schlagen.

Vor allem angesichts der geballten Kompetenz der Unternehmen aus der Erdöl- und Erdgaszuliefererindustrie, die sich in Celle konzentriert, bewertete Oberbürgerbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) die Chance, dass Celle sich zum Deutschen Zentrum für Geothermie entwickeln wird, als äußerst positiv. „Durch die Nähe zur Industrie gibt es hier beste Voraussetzungen, zielgerichtet zu arbeiten“, sagte Mende.

Bestätigt wurde er in dieser Ansicht von Johannes Witte, Geschäftsführer von Baker Hughes Inteq, der als Vertreter der Celler Unternehmen aus der Erdölbranche sprach. „Am Standort Celle gibt es schon erhebliche Synergien. Es fehlt nur noch ein entscheidender Schritt. Die Forschungsergebnisse müssen in die Praxis umgesetzt werden. Wir warten auf ein Geothermie-Projekt in Norddeutschland“, forderte Witte Taten.

Das Zentrum für Tiefengeothermie, das Räumlichkeiten im Osteuropa Centrum an der Hannoverschen Straße bezogen hat, soll in Zukunft die Kompetenzen in der Tiefen- und Oberflächengeothermie bündeln. LBEG-Präsident Ralf Pospich: „Wir wollen die Investoren unterstützen, um die Risiken zu minimieren.“ Bereits in der Vergangenheit habe sich das LBEG sich als kompetenter Ansprechpartner im Vorfeld der konkreten Planung von Geothermieprojekten etabliert. In Celle werden zunächst vier Mitarbeiter beschäftigt sein, schon im Herbst sollen sieben sein.