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Celle Stadt Celle bei Krankenstand an Spitze
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celle bei Krankenstand an Spitze
17:32 01.12.2011
DAK-Gesundheitsreport 2011 Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

Der Krankenstand im Landkreis Celle ist 2010 deutlich gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Gesundheitsreport der Deutschen Angestellten Krankenkasse DAK. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen erreichten mit 3,7 Prozent den höchsten Stand in Niedersachsen. Im Klartext heißt das: An jedem Tag des Jahres waren von 1000 DAK-versicherten Arbeitnehmern 37 krankgeschrieben. Der Durchschnittswert in Niedersachsen liegt bei 3,4 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr nahmen bei den meisten Diagnosen die Ausfalltage zu. Häufigste Ursachen für Krankschreibungen sind demnach Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen, Bandscheibenschäden oder Knieprobleme. Hier gab es einen Anstieg von 14 Prozent zum Vorjahr. Es folgen Atemwegserkrankungen und Verletzungen wie Verstauchungen oder Schnittwunden. An vierter Stelle stehen psychische Erkrankungen wie Depressionen, die laut DAK-Gesundheitsreport im Raum Celle um 55 Prozent anstiegen. Ursachen hierfür sind zunehmender Stress und Leistungsdruck am Arbeitsplatz.

„Der hohe Krankenstand im Landkreis Celle ist ein Signal zum Handeln“, kommentiert DAK-Chef Joachim Niehoff die Ergebnisse. „Auf dem Weg zu einem gesünderen Leben sind Bewegung, Entspannung und die richtige Ernährung wichtig.“

Beunruhigend seien auch die Ergebnisse bei jungen Arbeitnehmern. Im Gegensatz zu älteren Kollegen werden sie häufiger krankgeschrieben, dafür aber meist nur aufgrund von kurzen und akuten Erkrankungen wie Infekten. 18 Prozent der befragten jungen Erwerbstätigen beschrieben ihren Arbeitstag als „sehr belastend“. Jeder zwanzigste junge Arbeitnehmer leidet unter einer „Somatoformen Störung“, das heißt körperlichen Beschwerden für die keine organischen Ursachen gefunden werden.

Für viele Befragte gehört regelmäßiger und starker Alkoholkonsum zur Entspannung nach der Arbeit. 42 Prozent der jungen Erwerbstätigen in Niedersachsen trinken mindestens einmal im Monat fünf oder mehr alkoholische Getränke in kurzer Zeit. Bundesweit sind es 34 Prozent.

Die DAK bietet nicht nur ihren Versicherten, sondern auch Arbeitgebern Präventionshilfen an. Informationen gibt es in jedem DAK-Servicezentrum oder unter www.dak.de.

Von Martina Hancke