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Celle Stadt "Celle blüht auf": Jetzt wird gesät
Celle Aus der Stadt Celle Stadt "Celle blüht auf": Jetzt wird gesät
12:49 13.04.2018
Von Michael Ende
Quelle: Chistian Adam
Celle Stadt

In echten Landschaften gibt es sogar ganz besonders viel Unkraut. „Unkraut“ nennt man heute alles, was nicht in die auf Hochleistung getrimmte Kulturlandschaft passt: Unkraut ist nutzlos und schlecht? Was für ein Unsinn. Unkraut ist genau das, was Pflanzen und Tiere, die Umwelt und damit letzten Endes auch genau wir zum Überleben brauchen. Wer seinen Garten unter buntem Schotter begräbt, der schafft eine Wüste. Leider scheint das ein Trend zu sein. Deshalb: Lassen Sie uns Unkraut säen.

Und das geht so: Als erstes brauchen wir frischen Boden, in dem Wildblumen wachsen können. Sollte eine biologisch praktisch klinisch tote Rasenfläche unser Ausgangsareal sein, dann hilft nur eines: umgraben. Das Grüne muss nach unten. Die Wurzeln nach oben. So zeigt man Freund Rasen, was eine Harke ist, und das kommt genau jetzt: In den umgrabenen Boden wird die Saat breitwürfig ausgebracht. Das muss nicht perfekt gleichmäßig geschehen. Schließlich wollen wir hier keine Monokultur. Zwei Gramm pro Quadratmeter sind gut für Gärten. Für größere Flächen reichen auch ein Gramm Saat pro Quadratmeter. Dann gibt es weniger Konkurrenz unter den Wildkräutern. Und was ist jetzt richtig für Sie? Entscheiden Sie es selbst. Verlassen Sie sich auf Ihr Gefühl. Das passt schon.

Oder eben nicht, und nach genau diesem Prinzip funktioniert auch die Natur: Sollte es nicht klappen, machen wir es beim nächsten Mal anders. Aber jetzt treten wir das Ganze erst einmal fest. Wer zufällig eine Walze zur Hand hat, soll drüber walzen. Schließlich müssen die Samen Kontakt mit der Erde bekommen. Der walzenlose Rest von uns tanzt auf dem aufgewühlten Boden: Am besten so hingebungsvoll und intensiv wie Tanzgruppen aus Irland, die durchs Land tingeln. Tun Sie es: Alles muss festgestampft werden.

Eine weitere Pflege der Blühfläche ist im Grunde nicht erforderlich. Wenn es aus optischen Gründen erwünscht ist, kann man lediglich im Frühjahr die trockenen Stängel vor dem Neuaustrieb der Kräuter zurückschneiden, da die hohlen Pflanzenstängel für Wildbienen zahlreiche Winterquartiere bieten. Sollten sich „Problempflanzen“ wie einjährige Ackerkräuter breit machen, können sie durch Mulchen oder Mähen bekämpft werden. Distelnester sollten entnommen werden, um Nachbarflächen vor Samenflug zu schützen

Die Saat im Boden, der Schweiß abgewischt: Jetzt brauchen wir nur noch zweierlei: Regen und Geduld. Die Saat muss mindestens zwei Wochen lang permanent feucht gehalten werden, um optimal keimen zu können. Wachstum braucht Zeit. Werden Sie nicht ungeduldig, wenn sich mehrere Tage nichts auf Ihrer Ansaatfläche regt. Schon der legendäre chinesische Weise Konfuzius soll gesagt haben: „Wer bei Kleinigkeiten keine Geduld hat, dem misslingt der große Plan.“ Heute haben wir Blumen gesät. Ein kleiner Plan. Ein kleiner Plan, der funktioniert. Er könnte Teil eines großen Plans werden. Wenn wir es wollen.

WVG – Wohnungsverwaltungs GmbH. Diesen Namen hatte die städtische Wohnungsbau GmbH WBG beinahe schon weg, nachdem sie jahrelang kaum in Neubauten investiert hat. Das soll sich nun ändern. Die WBG-Spitze hat jetzt ein Bauprogramm aufgelegt, in dessen Rahmen bis zum Jahr 2026 Investitionen in Höhe von rund 85 Millionen Euro vorgesehen sind. Dabei sollen bis zu 200 Wohneinheiten neu gebaut und etwa 125 Wohneinheiten energetisch saniert werden.

Michael Ende 13.04.2018

Wegen des Warnstreiks im öffentlichen Dienst mussten Tausende Pendler in Niedersachsen am Donnerstag besonders viel Geduld mitbringen. Die Busse und Bahnen standen in Hannover, Braunschweig und Wolfsburg still. Die Arbeitsniederlegungen betrafen auch den Landkreis Celle. Kreisweit gab es nach Angaben des Abfallzweckverbandes Einschränkungen bei der Müllabfuhr.

Oliver Gatz 12.04.2018

Alles richtig gemacht, haben die „Young Voices“ und ihr neuer Chorleiter Joschua Claassen beim Jahreskonzert des Mittelstufenchors vom Hölty-Gymnasium. Die Programmauswahl versprach einen bunten Mix aus vielen Musikbereichen, die Leistung der jungen Sänger war durchaus vortragenswert, es fehlte weder an Schwung noch an Innigkeit – die Stimmung zwischen den Tönen hat stets gepasst: Die Zuhörer im Beckmannsaal bekamen ein gutes und kurzweiliges Konzert in perfektem Maß von Liedlängen und Zwischenmoderation präsentiert, in das man gerne wiederkommt.

12.04.2018