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Celle Stadt Celle droht Dürre wie vor 60 Jahren
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celle droht Dürre wie vor 60 Jahren
17:12 12.07.2018
Quelle: Anne Friesenborg
Celle

So gibt es kaum ein Feld, auf dem man in den letzten Wochen keine Beregnungsanlage gesehen hat. So schön die Regenbögen auch sein mögen, die die Anlagen bei rechtem Licht aufs Feld zaubern, für die Bauern ist die Lage ernst. Sie versuchen damit, ihre Erträge zu retten. "Wir haben seit Anfang April eine negative Regen-Bilanz. Rund 300 Liter pro Quadratmeter fehlen auf den Feldern", sagt Kreislandwirt Jürgen Mente.

Daran konnte auch die kurze Sommerpause am Dienstag und Mittwoch nichts ändern. In diesem Zeitraum kamen in Bergen rund 70, in Faßberg 26 und in Celle 30 Liter pro Quadratmeter vom Himmel. "Die beiden Tage haben in Sachen Niederschlag einiges herausgeholt", sagt Oliver Weiner, Sprecher vom Deutschen Wetterdienst. "Trotzdem ist es insgesamt zu trocken geblieben."

Kreislandwirt Jürgen Mente fühlt sich bei der Dürre der vergangenen Wochen an Berichte aus dem Jahr 1959 erinnert. "Viele ältere Kollegen erzählen, dass es da das letzte Mal so trocken war." Deshalb ist er auch froh über den Regen der vergangenen Tage. "Das hat schon ein bisschen was gebracht. Aber damit lässt sich die ganze Bilanz natürlich nicht so schnell ausgleichen", sagt Mente.

Besonders bei Getreide soll es durch die lange Trockenheit zu erheblichen Ernteausfällen kommen. Denn die Wurzeln der Getreidepflanzen würden nicht tief genug reichen, um längere Trockenperioden zu überstehen.

Deshalb blickt auch Landwirt Henrik Lange mit Sorge auf die Trockenphase in den vergangenen Wochen. "Der Regen hat jetzt für ein kurzes Aufatmen gesorgt. Aber fürs Getreide kam er längst zu spät", sagt er. Lange rechnet auf seinen Feldern mit Einbussen zwischen zehn und 20 Prozent bei Getreide auf Flächen, die beregnet wurden. "Bei unberegneten Flächen dürften die Einbußen bei 50 bis 80 Prozent liegen." Auch Totalausfälle seien möglich.

Um der Trockenheit entgegenzuwirken, hat Lange seine Getreidefelder seit Anfang April im Schnitt mit 150 Liter pro Quadratmeter bewässert. Doch auch das hat nicht viel geholfen. "Irgendwann, als wir alle Flächen beregnen mussten, haben die Kapazitäten nicht mehr gereicht", sagt Lange.

Neben Getreide baut der Landwirt aus Oldendorf auch Kartoffeln, Zuckerrüben, Mais und Blühflächen an. Wie sich die Trockenheit auf diese Pflanzen auswirken wird, lässt sich zurzeit noch nicht sagen. Ganz so dramatische Ausfälle wie beim Getreide seien nicht zu erwarten. Wobei der finanzielle Schaden bei den Kartoffeln schwer abzuschätzen ist. "Da kommt es auf die einzelnen Kartoffeln an. Aus manchen gewinnt man ja zehn bis 20 neue Knollen. Da ist es schwierig zu sagen, was ein Ausfall ausmacht", sagt Lange.

Der 33-Jährige habe in seiner Laufbahn noch nie mit so einer lang anhaltenden Trockenheit zu kämpfen gehabt. "Das dürfte teilweise für drastische Schäden sorgen", sagt Lange.

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