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Celle Stadt Celle geht ein Licht auf: Umrüstung von Ampeln und Laternen auf LED
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celle geht ein Licht auf: Umrüstung von Ampeln und Laternen auf LED
17:24 19.01.2017
Von Carsten Richter
Wie die meisten Ampeln im Stadtgebiet, ist die Anlage an der Bahnhofstraße / Ecke Hannoversche Straße auf LED umgerüstet. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Bei den Lichtsignalanlagen geht es gut voran, wie Stadtsprecher Wolfgang Fischer auf CZ-Anfrage mitteilt. „Von 96 städtischen Ampeln sind 64 komplett auf LED umgerüstet, nur drei sind noch ohne LED-Technik“, sagt Fischer. Das sind die Ampeln an der Hannoverschen Heerstraße / Ecke Am Ohlhorstberge und Maschweg sowie an der Bredenstraße Ecke Heese. Bei den übrigen 29 Anlagen seien nur die sogenannten Auslegersignale, die über die Straße ragen, auf umweltbewusste Technik umgestellt. „Die weitere Umrüstung erfolgt im Zuge von Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen in den nächsten Jahren“, so Fischer. Einen konkreten Zeitplan gebe es aber nicht. Muss es im Grunde auch nicht, denn – nebenbei bemerkt – hat die EU hier ein juristisches Schlupfloch hinterlassen: Ampeln gelten nicht als Beleuchtung. Insofern dürfen herkömmliche 230-Volt-Spezialglühbirnen weiter verwendet werden.

Die Energie- und damit Kostensenkung durch umweltfreundliche LED-Leuchten ist gleichwohl enorm. Von bis zu 80 Prozent Einsparung durch energetische Modernisierung spricht die Deutsche Energie-Agentur (Dena). Ende 2015 hatte einer Studie zufolge mehr als die Hälfte von 900 befragten Kommunen maximal ein Fünftel ihrer Straßenlaternen auf LED umgestellt. Celle hinkt hier noch hinterher. 11.700 Straßenlampen gibt es nach Angaben der Verwaltung in der Residenzstadt. „Davon sind 500 bereits LED-Lichtpunkte, das entspricht ungefähr 4,7 Prozent“, rechnet Fischer vor.

Für eine flächendeckende Umrüstung sieht die Stadt hingegen keinen Bedarf und widerspricht damit den Angaben der Dena. Bei Lichtausbeute und Unterhaltung gebe es keine großen Unterschiede, sagt Fischer. „Eine LED-Leuchte hat 110 Lumen pro Watt, eine herkömmliche Natriumdampflampe 70 bis 120.“ So gesehen, seien die bisherigen Leuchten noch immer wirtschaftlich. Nichtsdestotrotz würden alte Leuchten nach und nach gegen LED-Leuchten ausgetauscht. Einen genauen Zeitplan gebe es aber auch hier nicht. „Derzeit werden an der Kreuzung Hannoversche Straße/Jägerstraße die Überspannungsleuchten durch LED-Lampen ersetzt“, erklärt der Rathaussprecher.

Celle ist da nicht allein. Viele Kommunen in Deutschland lassen sich mit der Umrüstung Zeit. Die Gründe sind meist gleich: Erst vor wenigen Jahren haben die Städte und Gemeinden die Quecksilber- durch umweltbewusste Natriumdampflampen ersetzt. „Celle war hier übrigens eine der ersten Städte“, betont Fischer. Ein erneutes Austauschen der Straßenbeleuchtung ginge also ins Geld und der Nutzen wäre seinen Angaben zufolge gering. Doch langfristig lässt die EU-Richtlinie den Kommunen und damit auch der Stadt Celle keine Wahl.