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Celle Stadt Celle präsentiert sich in Tjumen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celle präsentiert sich in Tjumen
11:16 16.12.2011
Von Oliver Gatz
Das Haus der Russisch-deutschen Freundschaft, das mit Mitteln der Stadt Celle restauriert wurde.
Celle Stadt

Frostige Temperaturen um bis zu 25 Grad minus herrschten in Sibirien, als Eckart Braun in Tjumen eintraf. Der Empfang in Celles Partnerstadt war dann allerdings überaus warmherzig. Auf Einladung der Universität Tjumen besuchte der Vorsitzende der Deutsch-Russischen Gesellschaft Celle zusammen mit Evgenia Stammen im November die „Deutschen Tage in Tjumen 2011“.

Ziel der viertägigen Konferenz war es, den Studenten und Hochschullehrern Deutschland nahezubringen und ihnen etwas über die Zusammenarbeit der Bundesrepublik mit der Region Tjumen zu vermitteln. Dabei ging es auch um Celle. Es wurden die gemeinsamen Projekte zur Tiefbohrtechnik, das GeoEnergy-Projekt der Stadt Celle unter Einbindung der Universitäten Clausthal und Tjumen angesprochen.

Besonders zukunftsweisend ist für die Tjumener Seite die gemeinsame Forschung und Lehre beider Universitäten in dem Studienschwerpunkt Erdöl-/Erdgas-Technik. Hier sollen gemeinsame Masterprogramme und ein Doppel-Abschluss in diesem Studienfach unter Einschluss des Energieforschungszentrums Niedersachsen in Goslar durch Studentenaustausche ermöglicht werden.

Lobende Erwähnung fand die Zusammenarbeit mit der Deutschen Management Akademie Niedersachsen (DMAN) in Celle. Gerade die Weiterbildung für junge russische Führungskräfte stärkt das heimische Potenzial und bildet wichtige Grundpfeiler in den deutsch-russischen Beziehungen.

Höhepunkt der Konferenz war eine Talkshow mit Vertretern der Investmentpolitik und Unternehmensförderung, der KCA Deutag Drilling GmbH, dem Beratungsbüro für deutsch-russische Wirtschaftspartnerschaft und der Arbeitsgemeinschaft russischsprachiger Unternehmer.

Auch Kulturell stand einiges auf dem Programm: "Wir besichtigten das alte und moderne Tjumen, unter anderem das Haus der Russisch-deutschen Freundschaft, das ja mit Mitteln der Stadt Celle restauriert wurde", erläuterte Braun. Zudem ging es in das 250 Kilometer entfernte Tobolsk, dem geistlichen Zentrum der Tjumener Region, und zum Kloster Abalak.