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Celle Stadt Celle setzt auf Solarenergie
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celle setzt auf Solarenergie
20:21 04.02.2015
Von Michael Ende
"Solar-Celle": Thomas Edathy (rechts) und Dirk-Ulrich Mende präsentieren die Idee einer Solarstromanlage auf dem Dach der Park&Ride-Anlage am Bahnhof. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Sogar die Sonne ließ sich blicken, als am Mittwoch Stadtwerke-Geschäftsführer Thomas Edathy und Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) die Idee einer Solarstromanlage auf dem Dach der Park-and-Ride-Anlage am Bahnhof präsentierten. "Das passt", freute sich Edathy, der bei dem Vorhaben die Celler mit ins Boot holen möchte: "Bürger haben die Möglichkeit, sich an dem Projekt finanziell zu beteiligen. Eine attraktive, gut verzinste Geldanlage, die obendrein die Aussicht auf eine Gewinnbeteiligung eröffnet." Informationen dazu gibt es im Internet unter www.stadtwerke-celle.de.

Die Anlage am Bahnhof solle nur ein Auftakt sein, hieß es: Unter dem Motto „Gemeinsam stark in Sachen Solarstrom und Nachhaltigkeit“ planen Stadt und Stadtwerke Celle diverse Solarprojekte in der Herzogstadt. Durch den Stromertrag der Anlage können bei einem Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden etwa 65 Celler Privathaushalte ein Jahr lang mit sauberer, heimischer Energie versorgt werden. Mende zeigte sich von dem Konzept begeistert: „Bürger, Stadt und Stadtwerke schaffen hier Hand in Hand ein starkes Stück nachhaltiges Celle.“

In diese Richtung zielt auch ein aktueller Antrag der Linken/BSG im Celler Stadtrat. Sie fordern die Einrichtung einer "Dachbörse" zur Verpachtung von kommunalen Dachflächen mit dem Ziel, städtische Dächer - unter Einbeziehung der städtischen Gesellschaften und nach Möglichkeit auch unter Einbeziehung von Dachflächen kreiseigener Gebäude - für die Photovoltaik-Nutzung zu vermieten. "Wir wollen die Energiewende in Bürgerhand voranbringen", so Fraktionsvorsitzender Oliver Müller (BSG).

Er gehe davon aus, dass sich auf den Dächern von Gebäuden der Stadt und ihrer Gesellschaften Photovoltaikanlagen realisieren ließen, so Müller: "Die Stadt selbst dürfte dafür kein Geld haben und wir finden es auch viel interessanter, wenn die Energiewende lokal von interessierten Bürgern selbst vorangetrieben wird - also dezentral und konzernunabhängig.“ Um dem ganzen Projekt den erforderlichen rechtlichen Rahmen zu geben, solle die Verwaltung eine Satzung für die Verpachtung erarbeiten, so Müller: „Falls es rechtlich möglich ist, fänden wir es sinnvoll, wenn Bürgerenergiegenossenschaften oder einer Bürgerenergie-GbR Vorrang eingeräumt werden könnte.“

Die Anregung zu dem Antrag habe, das Celler Forum gegen Atomenergie gegeben, das die Fraktion auch auf das erfolgreiche Projekt von Bürgerenergie Nienhagen hingewiesen habe, so Müller: "Diese Initiative hat, als GbR organisiert, auf dem Hagensaal in Nienhagen eine Photovoltaik-Anlage finanziert. Wir haben deshalb auch vorgeschlagen, Vertreter dieser GbR mal in eine Fachausschusssitzung des Stadtrats einzuladen.“