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Celle Stadt Celle will Kita-Gebühren erhöhen
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celle will Kita-Gebühren erhöhen
08:15 10.03.2015
Von Gunther Meinrenken
Eltern tragen in Celle 25 Prozent der Kosten für die Betreuung ihres Nachwuchses in Kindertagesstätten. Wegen gestiegener Kosten sollen diese Gebühren jetzt "angepasst" werden. Quelle: Julian Stratenschulte
Celle Stadt

Eltern müssen für die Betreuung ihres Nachwuchses in den Kindertagesstätten der Stadt und der freien Träger voraussichtlich ab dem kommenden Kindergartenjahr tiefer in die Tasche greifen. Nach den Vorstellungen im Neuen Rathaus, die auf einen Ratsbeschluss zurückgehen, sollen die Kosten zum 1. August angepasst werden. Morgen, 11. März, beschäftigt sich der Jugendhilfeausschuss (17 Uhr, Neues Rathaus, 4. Obergeschoss, Celle-Saal) mit der Thematik, am Donnerstag kommender Woche soll die Gebührenerhöhung im Celler Rat verabschiedet werden.

Nach der neuen Gebührenordnung soll zum Beispiel ein Kindergarten-Halbtagsplatz, der bisher monatlich 122 Euro kostet, ab August 126,26 Euro kosten. Die Kosten für einen Ganztagsplatz sollen von 234 Euro auf 241,47 Euro steigen. Betroffen sind auch die Krippen. Hier soll ein Halbtagsplatz fortan 135,73 Euro kosten, bisher waren es 134 Euro. Die Gebühren für einen Ganztags-Krippenplatz sollen von 262 auf 271,45 Euro steigen, für einen Hortplatz ist eine Erhöhung von 70 auf 73 Euro vorgesehen.

„Um die vom Rat beschlossene Eigenbeteiligung der Eltern an den Betriebskosten in Höhe von 25 Prozent zu realisieren, müssen die Entgelte angepasst werden“, heißt es im Neuen Rathaus. Hintergrund: Der Celler Rat hatte in Zusammenhang mit der Haushaltskonsolidierung bereits 2012 entschieden, den Anteil der Eltern zu erhöhen. Zuvor mussten die Erziehungsberechtigten lediglich 23,5 Prozent der Gesamtkosten für die Kindertagesstätten selbst tragen. Im gleichen Atemzug wurde der „Mehrkind-Bonus“ für das zweite Kind von 50 Prozent auf 25 Prozent Ermäßigung gekürzt. Für das dritte Kind, das zuvor noch komplett von Gebühren befreit war, wurde nur noch eine Reduzierung von 50 Prozent gewährt.

Der Jugendhilfeausschuss beschäftigt sich ferner mit dem Antrag der Grünen, unbegleitete minderjährige syrische und irakische Flüchtlinge in kurdischen Familien unterzubringen. Mit dieser Forderung rennen die Grünen allerdings offene Türen ein, denn im Neuen Rathaus wird schon längst so verfahren. „2014 wurden neun unbegleitete Minderjährige Jugendliche in Celle betreut. Die Versorgung fand jeweils in Familien statt, die einen verwandtschaftlichen Bezug zu den Jugendlichen hatten“, so Stadtsprecher Wolfgang Fischer.

Nach der von der Stadt vorgelegten Statistik waren die jugendlichen Flüchtlinge in vier Fällen bei Brüdern und dreimal bei Cousins untergebracht. Zweimal kamen sie bei einer Tante unter.