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Celle Stadt Celle will Zinsrisiko weiter minimieren
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celle will Zinsrisiko weiter minimieren
16:53 09.11.2018
Von Gunther Meinrenken
Ein großer Schuldenberg drückt die Stadt Celle. Mit einer Städteanleihe soll nun mehr Planungssicherheit bei Kassenkrediten hergestellt werden. Quelle: Deutsche Bundesbank
Celle

Ordentlich im Keller sind seit Jahren die Zinsen. Davon profitieren unter anderem Städte wie Celle, die für den täglichen Zahlungsverkehr auf so genannte Kassenkredite angewiesen sind. Auf über 100 Millionen Euro bewegt sich die mögliche Kreditaufnahme, bei der die Stadt wegen der niedrigen Zinsen teilweise sogar noch Geld von den Banken bekommt. Eigentlich ein gutes Geschäft, wenn da nicht die Gefahr lauern würde, dass die Stadt tüchtig draufzahlt, wenn die Zinsen wieder in die Höhe steigen. In dieser Situation hat die Kämmerei nun ein neues Finanzierungsinstrument erschlossen. Celle beteiligt sich an einer erstmalig aufgelegten Anleihe von Städten aus drei Bundesländern.

Das Bankenkonsortium aus DekaBank, HSBC, NordLB und UniCredit hatte die Anleihe initiiert. Darauf aufmerksam geworden sind der städtische Schuldenmanager Tim Wawrosch und Kämmerer Thomas Bertram über eine Anfrage des Niedersächsischen Städtetags. Nach einer "Kickoff-Veranstaltung" zu dem Thema engte sich der Kreis der interessierten Städte immer weiter ein. Übrig blieben am Ende Bochum, Emden, Essen, Saarbrücken und eben Celle. Sie werden zusammen über das Bankenkonsortium eine Anleihe in Höhe von 200 Millionen Euro auf den Markt bringen, der Celler Anteil beträgt 15 Millionen Euro. "Wir sind in einer Art Vorreiterrolle. Andere Städte werden die Entwicklung genau beobachten", ist sich Kämmerer Bertram sicher.

"Die Laufzeit von zehn Jahren eignet sich sehr für das Ablösen von Kassenkrediten", erklärt Wawrosch. Und genau das hat die Stadt vor. "Wir werden die Anleihe nutzen, um Liquiditätskredite mit einer Laufzeit von unter einem Jahr umzuschulden", sagt Wawrosch. Die Stadt setze damit die vor einem Jahr begonnene Restrukturierung des Kassenkreditportfolios fort. Zwar würde man nun einen höheren Zinssatz zahlen, dafür erhalte man im Gegenzug für die nächsten Jahre Planungs- und Zinssicherheit. Schließlich könne die Niedrigzinsphase auch nicht ewig andauern.

Ende November werde das Orderbuch geöffnet. Dann können institutionelle Investoren Anteile an der Anleihe erwerben. Wawrosch geht derzeit von einem Zinssatz von 1 bis 1,5 Prozent aus. "Durch die öffentliche Vermarktung erhalten Pensionsfonds, Versicherungen und Großbanken, vor allem aber auch kleinere, lokale Banken und Sparkassen aus dem gesamten Bundesgebiet die Möglichkeit zur Investition in unsere Kredite“, so Wawrosch. Auf diese Art möchte die Stadt neue Investoren erschließen.

Die Anleihe wird an der Frankfurter Börse gehandelt und kann übrigens – bei Verfügbarkeit – auch von Privatpersonen erworben werden. Die Stückelung beträgt 1000 Euro. Dafür wird über zehn Jahre der am Tag der Emission festgelegte Zinssatz ausgezahlt. Wer Interesse hat, kann ab Mitte Dezember bei seiner Bank nach der "Deutschen Städteanleihe Nummer 1" fragen.

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