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Celle Stadt Celler AKH: Nach dem Bau ist vor dem Bau
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler AKH: Nach dem Bau ist vor dem Bau
12:28 29.03.2017
Von Gunther Meinrenken
Celle Stadt

"Wir befinden uns immer noch im ersten Bauabschnitt", erklärt Wilfried Schröter, Zentralbereichsleiter Bau und Technik am AKH. Der vor ein paar Monaten fertiggestellte Erweiterungsbau sei nur der erste, wenn auch sichtbarste Schritt gewesen. In der nächsten Phase werde das Gebäude, in dem sich früher die Notaufnahme befunden hat, in Angriff genommen. Der Bau mit vier Etagen werde komplett entkernt. "Das ist äußerst anspruchsvoll. Wir werden alle Leitungen entfernen, die abgehängten Decken rausreißen und hinterher alles auf den neuesten Stand bringen", so Schröter.

In dem Komplex, in dem sich derzeit überwiegend nur noch Büros befinden, werden weitere OP-Säle und das Interventionelle Zentrum inklusive Herzkatheterlabor eingerichtet. Außerdem kehrt die Notaufnahme in den Gebäudetrakt zurück. Dazu kommt die Radiologie. "Wir werden auch die Lüftungstechnik erneuern und weitere moderne medizinische Großgeräte anschaffen", sagt Schröter. Für diesen Bereich werden 28 Millionen Euro investiert. "Insgesamt umfasst der erste Bauabschnitt damit um die 68 Millionen Euro, etwa die Hälfte steuert das Land mit Fördermitteln bei", berichtet Schröter.

Der Beginn der Arbeiten soll im Frühjahr 2018 erfolgen und 2020 abgeschlossen sein. Zuvor werden die Kreißsäle saniert. "Wir werden einmal komplett durchrenovieren und uns dabei auch an die veränderten Ansprüche anpassen", erklärt der Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Dr. Michael Berghorn. So wolle man nicht nur die Kreißsäle aufhübschen, sondern auch die Warteräume für die Väter und Angehörigen vergrößern und mehr Untersuchungsräume schaffen. "In der Zwischenzeit ziehen wir auf die alte Intensivstation um. Dort gibt es von den Versorgungsmöglichkeiten her alles, was man in einem Kreißsaal braucht", erläutert Berghorn.

"Nach 2020 gehen wir in den zweiten Bauabschnitt, bei dem es um die Betten- und Pflegestationen geht. Die Details werden gerade erarbeitet", teilt Schröter mit. Ein dreistöckiges Bettenhaus werde abgerissen und fünfstöckig wieder aufgebaut, ein weiterer Neubau zwischen dem jetzigen Erweiterungsbau und dem Verwaltungsgebäude errichtet. Weitere Bettenstationen an der Zufahrt zur Kinderklinik würden zurückgebaut. Die Anzahl von derzeit 635 Betten würde in etwa gleich bleiben. Für diesen zweiten Bauabschnitt erfolgte kürzlich die Zusage der Landesregierung über 26 Millionen Euro an Fördermitteln.