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Celle Stadt Celler AKH: Neubau liegt im Zeitplan
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler AKH: Neubau liegt im Zeitplan
16:06 28.05.2014
Von Gunther Meinrenken
Zentralbereichsleiter Wilfried Schröter schaut regelmäßig nach den Fortschritten auf der Baustelle am AKH. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Die ersten Fensterscheiben sind schon eingebaut, der Kran wird bald für den Abtransport vorbereitet, am Rohbau fehlt im Grunde genommen nur noch der Hubschrauberlandeplatz. Wer in den vergangenen Monaten am Neubau des Allgemeinen Krankenhauses am Siemensplatz vorbeikam, konnte fast täglich beobachten, wie das Gebäude weiter aus dem Boden wächst. Die größte und teuerste Baumaßnahme des AKH in den vergangenen Jahrzehnten liegt voll im Zeitplan.

"Die fünf Etagen sind im Grunde genommen fertig", berichtet Zentralbereichsleiter Wilfried Schröter, der auf Seiten des AKH die Baustelle im Blick hat. Vor bald einem Jahr haben hier die Arbeiten für den Neubau begonnen. Nicht nur dank des milden Winters hat die Baustelle große Fortschritte gemacht.

Am Rohbau laufen derzeit noch die "Feinarbeiten", Ende Juli sollen sie beendet sein. Parallel dazu haben die Bauarbeiter bereits mit dem Innenausbau begonnen, von unten nach oben. "Die Fenster sind in diesem Bereich teilweise schon eingebaut worden", erklärt Schröter, während er im weitläufigen neuen OP-Trakt steht. Bevor hier allerdings die ersten Patienten unters Messer kommen, wird noch einige Zeit vergehen. "Der Innenausbau in einem Krankenhaus ist wahnsinnig aufwändig", erläutert Schröter.

Und das gilt in besonderem Maße für die Operationssäle. Von der gesamten Investitionssumme für den Neubau in Höhe von etwa 50 Millionen Euro entfallen 12 bis 14 Millionen Euro auf die Ausstattung und den Ausbau der sieben neuen OP-Säle. Neben der Medizintechnik ist hierbei vor allem der Einbau der Lüftungstechnik mit den hohen Auflagen "extrem kompliziert", wie Schröter verrät. Eine Fachfirma wird die Arbeiten erledigen, bei denen sichergestellt werden muss, dass keine Keime über das Lüftungssystem in den OP-Saal und damit in die Wunden der Patienten gelangen können.

Über dem modernen OP-Bereich entsteht eine neue Intensivstation mit 27 Plätzen. Auf den Stockwerken darüber kommen zwei Bettenstationen mit einer Kapazität von insgesamt 80 Betten. Dann kommt das Dach mit dem Hubschrauberlandeplatz.

Nach Schröters Planungen soll der Innenausbau Ende 2015 abgeschlossen sein. Im ersten Quartal 2016 soll der Neubau dann in Betrieb genommen werden. Zuvor erfolgen noch Kontrollen und die hygienische Abnahme der Räumlichkeiten. Die jetzigen Module der Geriatrie rechts von dem Neubau werden dann verschwinden, die Abteilung wird woanders untergebracht.

Eine der Hauptaufgaben, die bis dahin erledigt sein muss, ist die Einrichtung eines neuen Wegeleitsystems. Jedem im Krankenhaus ist klar, dass die bisherige Führung der Angehörigen und der Patienten nicht übersichtlich ist. Das soll sich ändern. "Die Planungen dafür werden im Juli beginnen", sagt Schröter.

Wenn der Neubau eröffnet ist, geht es am AKH gleich mit den nächsten Arbeiten weiter. Die Notaufnahme soll 2016 ausgebaut werden. Der Zentralbereichsleiter rechnet dafür zwei Jahre ein. Im Anschluss erfolgt der Abriss des alten Bettenhauses mit jetzt 96 Betten. Schließlich werden noch einmal drei OP-Säle gebaut und eine Erweiterung der Intensivstation auf 38 Betten in Angriff genommen. Dafür ist das Jahr 2020 anvisiert worden. Und auf lange Sicht steht auch noch die Zusammenfassung von Kinderklinik und Geburtsklinik auf dem Plan. Das AKH wird noch etwas länger eine Baustelle bleiben.