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Celle Stadt Celler AKH stellt Wegeführung um
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler AKH stellt Wegeführung um
17:21 22.07.2016
Von Gunther Meinrenken
Mit Eröffnung des Neubaus soll die Beschilderung sowohl im AKH, als auch auf dem Klinikgelände umgestellt werden. Quelle: Benjamin Westhoff
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„Bisher wurden die Stationen nach den Fachabteilungen bezeichnet, die dort untergebracht waren. So waren beispielweise auf der UR12 ursprünglich die Betten der Urologie. Da auf der UR12 inzwischen allerdings Betten anderer Fachabteilungen untergebracht sind, ist diese Bezeichnung nicht mehr nachvollziehbar“, erläutert Christopher Hempel, Referent Kaufmännischer Direktor. „In Zukunft wird die Wegeführung sich nicht mehr auf den Inhalt beziehen, sondern auf das Gebäude“, ergänzt Carsten Schneeberger, stellvertretender Technischer Leiter des AKH, der zusammen mit Hempel in einer fünfköpfigen Arbeitsgruppe ergänzt um einen externen Planer für Gebäudeleitsysteme fast eineinhalb Jahre an dem neuen Konzept getüftelt hat.

In der Praxis bedeutet die Umstellung: Jedem Gebäudetrakt wird ein Buchstabe zugeordnet. Die Bezeichnung der Bereiche setzt sich dann aus dem Gebäudekennbuchstaben und der Ebenenbezeichnung zusammen. Beispiel: Im Gebäudeteil E befindet sich auf der 5. Etage die Station E5. Unterschiedliche Farben wird es nicht mehr geben. Alle Wegweiser sind einheitlich in hellgrüner Farbe markiert, um einen hohen Wiedererkennungswert zu erreichen. „Wir haben auch ein System mit verschiedenen Farben diskutiert, aber ab vier oder fünf Farben wird es zu unübersichtlich. Das hätte für die Patienten und Besucher keinen Mehrwert gehabt“, sagt Hempel.

Ausgangspunkt des neuen Leitsystems ist der Info-Punkt im Foyer des neuen Haupteingangs, der nach Eröffnung des Neubaus wieder an den Siemensplatz zurückkehrt. Von dort werden die Besucher auf direktem Weg zum Ziel geführt. Ausschilderungen quer durch das AKH

werde es nicht geben, um die Gäste nicht mit Informationen zu überfrachten. Hinweise werden an jeder Wegzweigung angebracht. „Insgesamt dürften das um die 250 Schilder sein, die wir anbringen müssen“, sagt Schneeberger.

Im Neubau wird die Umrüstung kein Problem darstellen, schließlich gibt es dort bisher keine Wegweiser. In den bisherigen Abteilungen werden erst kurz vor Start des künftigen Leitsystems die neuen Schilder aufgehängt und mit Inbetriebnahme des Neubaus voraussichtlich am 16. August „scharf geschaltet“. Bis dahin wird im Hintergrund noch eine Menge Arbeit zu erledigen sein. So müssen alle Mitarbeiter in Schulungen mit dem neuen System vertraut gemacht werden. „Und wir müssen sämtliche Stammdaten der Abteilungen ändern. Da steckt noch mehr Arbeit drin, als die neuen Schilder aufzuhängen“, so Hempel, der dem Tag X schon entgegenfiebert. „Wir werden dann auch Testläufe durchführen, um festzustellen, ob das neue Wegesystem in der Praxis wirklich gut funktioniert.“

Eine weitere Verbesserung wird die Entzerrung der internen und externen Wege sein. Dazu werden zum Beispiel auch die Aufzüge klar einem Nutzer-Personenkreis zugeordnet. „Diese Trennung zwischen Patienten- beziehungsweise Besucherverkehr und der Logistik wird dann zu kürzeren Wartezeiten an den Aufzügen führen“, ist Schneeberger überzeugt.