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Celle Stadt Celler Ableger von "Die Partei" organisiert öffentliche Sitzung
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Ableger von "Die Partei" organisiert öffentliche Sitzung
18:15 30.01.2017
Celle soll seniorenfreundlicher werden. Das und mehr haben die Mitglieder der Partei Die PARTEI in Celle bei ihrer ersten öffentlichen Sitzung 2017 diskutiert.   Quelle: Wieland Schäfer
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Die Partei hat Verstärkung bekommen, denn knapp ein Drittel aller Anwesenden sind Neumitglieder. Das sind Zuwächse, die man kaum glauben kann. Sie haben also den Mitgliedsantrag, der sich auf einem Bierdeckel befindet, ausgefüllt und unterschrieben. Und die Jugend, vertreten durch Till Heinrich. Modern und pfiffig.

Wird Heinrich der erste sein, der seinen Passierschein mit Eintrittsberechtigung in die zukünftige Seniorenstadt Celle, mit integriertem „Platz der Jugend“, also für Personen unter 53, in den Händen hält? Und wird er sich die Frage stellen: „Was will ich denn da?“ Denn im Wahlprogramm der Partei Die Partei zur EU-Wahl 2014 steht: „Änderung des Wahlalters. An Schulen und bei U18-Wahlen hat Die Partei regelmäßig mittlere zweistellige Wahlergebnisse, in Altenheimen dagegen regelmäßig unter Null Prozent. Die Partei fordert deshalb eine Ausweitung des Wahlalters bei gleichzeitiger Beschränkung. Wählen darf, wer zwischen zwölf und 52 ist.“

Doch Die Partei, die können auch sachlich. Dirk Gerlach bemängelt das Fehlen eines Jugendvertreters im Jugendhilfeausschuss der Stadt Celle. Hier könnten sich politisch engagierte Jugendliche einbringen.

Die Partei Die Partei möchte sich auch im sozialen Bereich engagieren. Gerlach gefalle eine Idee sehr gut: In teilnehmenden Lokalen, zum Beispiel Pommes Buden soll es „schwarze Bretter“ geben auf denen zahlungskräftigere Kunden eine Art Gutschein anpinnen, der dann von Bedürftigen eingelöst werden kann.

Ein weiterer Schwerpunkt des Abends: Senioren. Dazu gab es zahllose Wortbeiträge. Parkplätze für über 50-Jährige wurden zum Beispiel gefordert. Dafür könnten dann die Mutter/Kind-Parkplätze gestrichen werden. Die braucht man dann nicht mehr. Aber wo sind die eigentlich? Pflastersteine weg, denn Rollatoren brauchen glatte Fahrbahnen. Verbreitert, für den schnellen Begegnungsverkehr. Mehr Apotheken. Viele mehr. Kaffeefahrten, natürlich mit zollfreiem Einkauf, auf der Aller.

Witzig ist die erste öffentliche Sitzung der Partei Die Partei in Celle 2017 auf jeden Fall. Es darf und soll gelästert und auch überzeichnet werden. Satirefans kommen auf ihre Kosten. Doch den realen Hintergrund dürfe man bei aller Flapsigkeit nicht übersehen. Denn Gerlach stellt klar: „So lustig manche Dinge sind, man muss immer den Übergang kriegen, zu dem, was man damit tatsächlich bezwecken will. Wenn man das nicht tut, dann ist man nichts weiter als ein Clown.“ Dem ist nichts hinzu zu fügen.

Wieland Schäfer

Von Wieland Schäfer