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Celle Stadt Celler Ärzte dürfen ihr Budget nicht zu sehr überschreiten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Ärzte dürfen ihr Budget nicht zu sehr überschreiten
18:09 10.05.2018
Von Carsten Richter
Allgemeinmedizinerin Ruth Deecke aus Eicklingen kennt das Problem aus ihrer Sprechstunde: Ältere Patienten brauchen mehr Medikamente – manche sind aber einfach zu teuer. Quelle: David Borghoff
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Ein Problem, das auch Ärzten aus dem Landkreis Celle geläufig ist. "Man muss schon sehr aufpassen, was man verordnet", sagt Ruth Deecke. "Ich liege immer leicht über dem Budget", sagt die Allgemeinmedizinerin aus Eicklingen. Das ist noch nicht weiter schlimm, solange sie nicht 50 Prozent über dem Volumen liegt. Erst dann könnte sie wegen eines Regresses herangezogen werden, heißt es von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN).

Deecke spürt in ihrem beruflichen Alltag den demografischen Wandel. "Ich habe viele Patienten, die älter als 70 sind. Da fallen dann schon etliche Medikamente an", sagt sie. Arzneien, die sehr teuer seien, verordne sie deshalb schon gar nicht, erzählt Deecke. Liegt sie über der 50-Prozent-Marke, drohe ihr nicht nur ein Regress, sondern sie müsse zunächst auch haarklein begründen, warum sie dieses oder jenes Mittel verschrieben hat. "Dann käme sehr viel Arbeit auf mich zu."

Vorgaben gibt es auch für Visiten bei Patienten zu Hause. Überschreiten Ärzte die durchschnittliche Zahl an Hausbesuchen ihrer Fachgruppe um 25 Prozent, drohen ihnen ebenfalls Überprüfungen. Für Aufsehen hatte im vergangenen Jahr der Bericht über eine Ärztin aus Nordhessen gesorgt. Weil sie in den Jahren 2012 bis 2016 zu viele Hausbesuche gemacht hat, musste sie etwa 100.000 Euro nachzahlen. "Regresse durch Hausbesuche sind in Niedersachsen allerdings kein Thema", erklärt Detlef Haffke, Sprecher der KVN. "Kassenärzte sind zur Wirtschaftlichkeit verpflichtet", erklärt er den Hintergrund. Die ärztlichen Leistungen seien bestimmten Kriterien unterworfen. Ausreichend, zweckmäßig, notwendig und wirtschaftlich müssten die Verordnungen sein, so der KVN-Sprecher.

Die Auflagen für die Ärzte, ihr Budget nicht zu überschreiten, bekommen auch die Patienten zu spüren – und zwar dann, wenn ihnen der Hausarzt nicht mehr das gewohnte Medikament verschreibt, weil es zu teuer ist. "Das ist gerade für ältere Menschen ein großes Problem, wenn ihre Tabletten auf einmal eine andere Farbe oder andere Verpackung haben", erklärt Dr. Mihaela Ignat. Die Praktische Ärztin arbeitet in einer Gemeinschaftspraxis in Bröckel. Hier sei die Gefahr von Regressen für die einzelnen Ärzte niedriger. "Im Zweifel geht für uns die Gesundheit des Patienten vor", sagt Ignat. "Wer ein teureres Medikament braucht, bekommt es auch."

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