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Celle Stadt Celler Allerinsel endlich auf Kurs
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Allerinsel endlich auf Kurs
19:20 15.06.2018
Von Michael Ende
Ungewohnte Perspektive: Die Planungen für den ersten Abschnitt der Wohnbebauung auf der Allerinsel dürften über den (Sand-)Berg sein. Quelle: Michael Ende
Celle Stadt

"Nach fünfeinhalb Jahren der Planung befinden wir uns nun an einem historischen Wendepunkt", sagte Stadtbaurat Ulrich Kinder: "Nach dem jetzt kurz bevorstehenden Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan zum Wohnungsbau können die Investoren endlich loslegen. Sie warten nur darauf." Die Verwaltung habe alle Einwendungen "so gut wie möglich" abgearbeitet.

Einsprüche gegen die Planung hatten vor allem die auf der Allerinsel ansässigen Firmen Barilla und Conmetall angemeldet, deren Lärm die Verwaltung nicht "auf dem Zettel" gehabt hatte. Anfänglich war die Stadt davon ausgegangen, dass die Unternehmen die Insel verlasen würden, so Kinder: "Veränderungen im Würth-Konzern, zu dem auch Conmetall/Conpac gehören, haben dazu geführt, dass einer Verlagerung oder Aufgabe des Standortes Allerinsel seitens des Konzerns kurzfristig nicht mehr in Betracht gezogen wird." Die von Barilla bislang als möglich betrachtete Aufgabe des Speichergebäudes werde aufgrund hoher Kosten für eine alternative Lagerung von Spezialgetreide als "zumindest kurzfristig nicht umsetzbar" angesehen: "Die Stadt anerkennt die Notwendigkeit des Gewerbebetriebes, die Nutzung des Speichergebäudes fortzusetzen, erhält aber gleichzeitig das Sanierungsziel aufrecht, eine Verlagerung in Abstimmung mit Barilla durchzuführen."

Möglich sei die Koexistenz von Gewerbe und Wohnen geworden, indem die Verwaltung das Areal nicht mehr als „Wohn-“ oder „Mischgebiet“, sondern als „urbanes Gebiet“ eingestuft habe. Dort dürfe es auch lauter zugehen, so Kinder. Jürgen Rentsch (SPD) unterstrich, dass das Barilla-Silo nicht zur zweiten Rathsmühle werden dürfe: "Wir wollen auf keinen Fall, dass die Stadt irgendwann das Silo kauft." Darum gehe es jetzt auch nicht, sagte Axel Fuchs (CDU): "Wir geben heute den Startschuss für die Wohnbebauung."

Auf den Weg gebracht wurde vom Ausschuss auch die Allerinsel-Rahmenplanung, die die Richtung der zukünftigen Entwicklung vorgeben soll. Eckpunkte hier: die Verlagerung des Festplatzes nach Osten, Wohnbebauung auf dem bisherigen Schützenplatz und eine Reduzierung der Parkplätze.

Udo Hörstmann (Unabhängige) warnte: "Von 2100 Stellplätzen auf 700 runterzugehen – das geht nicht." Kinder entgegnete, dass dies sehr wohl möglich sei: "Ich kenne keine andere Stadt, die so nahe neben der City 700 kostenlose Stellplätze vorhält. Damit stehen wir im Vergleich sehr gut da." Außerdem erwäge die Verwaltung, eher bestehende Parkpaletten aufzustocken, als die wertvolle Fläche der Insel für Autos freizuhalten.

Stephan Ohl (Grüne) erinnerte daran, dass die Allerinsel in der Vergangenheit gerne als "Rohdiamant" bezeichnet wurde. In Zukunft werde das Gewerbe dort den Wohn-Spaß trüben: "Jetzt wissen wir, dass wir einen Diamant mit Einschlüssen haben." Diesen Makel könne auch der beste Schliff nicht wettmachen.

Die DAK-Gesundheit in Celle schaltet am am Mittwoch, 20. Juni von 8 bis 20 Uhr eine Hotline zum Thema „Gesund in den Urlaub“.

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