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Celle Stadt Celler Allerstrand wird neu gestaltet
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Allerstrand wird neu gestaltet
18:32 10.03.2017
Von Michael Ende
Celle Stadt

„Bei der jetzt anstehenden Umgestaltung im Rahmen des Hochwasserschutzes orientieren wir uns an Prinzipien der Natur“, sagt Ernst Kohls, der in der Stadtverwaltung für den Hochwasserschutz zuständig ist: „Durch Abgrabungen geben wir dem Fluss mehr Raum. Den Bereich hinter dem ehemaligen Haus der Jugend werden wir zwar neu gestalten, doch ein sandiges Ufer wird es dort immer wieder geben. Dafür sorgt der Fluss schon von ganz allein.“ Auch die Weidenvegetation werde sich dort erneut ansiedeln, meint Kohls: „Das geht ganz ohne unser Zutun.“

Zu tun gibt es derzeit am Nordufer der Allerinsel mehr als genug. Planierraupen schieben Erdreich zu haushohen Haufen zusammen, Bagger befüllen Sortiermaschinen und Anhänger für den Abtransport des Aushubs. „Bauschutt wird vom Erdreich getrennt“, erläutert Kohls und weist auf Berge aus Ziegel- und Betontrümmern, die die Reste der Fundamente des Schlachthofs darstellen, der hier von 1890 bis 1982 in Betrieb war. 1983 wurde er abgebrochen. Kohls: „Jetzt kommt alles weg: der Bauschutt auf Deponien und das Erdreich auf eine Zwischenlagerfläche im Neustädter Holz.“ Insgesamt würden bei diesem Bauabschnitt rund 45.000 Kubikmeter Erdreich bewegt.

4,1 Millionen Euro, von denen das Land 2,87 Millionen übernimmt, kostet das Bauvorhaben. Nun würden die 2014 gebauten Flutmulden vom Firmengelände Conmetall bis hin zum ehemaligen Haus der Jugend im Bereich der Wehranlage ergänzt, erläutert Kohls. Hochwasserschutzmauern würden im Bereich der Firmen Conpac, Conmetall und hinter der Theo-Wilkens-Halle sowie beginnend am Barilla-Getreidesilo bis zum Anschluss an den hochwasserfrei hergestellten Hafen gebaut.

Bereits 2016 wurden bis zu 13 Meter lange Spundwände als Fundamente in den Boden gepresst. Dann war Winterpause. Kohls: „Die Erdbaufirma hat Anfang Februar die Arbeiten wieder aufgenommen und zwischen der Theo-Wilkens-Halle und der Wehranlage vorbereitende Arbeiten für den weiteren Bau der Flutmulde in diesem Bereich vorangetrieben.“

Ziel sei es, mit diesem Bauabschnitt bis zur Mitte des Jahres fertig zu sein, sagt Kohls. Er weiß auch, wie es danach weitergeht: „Als nächster und letzter Teil soll dann linksseitig der Mühlenaller eine Hochwasserschutzmauer entlang der Grundstücke des Amtsgerichts sowie des Landkreises Celle und weiter entlang der Speicherstraße bis hin zum Guizettipark gebaut werden. Wenn es gut läuft, soll noch 2017 begonnen werden. Es ist mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren zu rechnen.“