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Celle Stadt Celler Altstadt ist ein schwieriges Pflaster für Bäume
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Altstadt ist ein schwieriges Pflaster für Bäume
09:54 18.05.2018
Von Audrey-Lynn Struck
Quelle: Audrey-Lynn Struck
Celle Stadt

Doch nicht jeder Pilz ist auf den ersten Blick zu erkennen, wie der jüngste Fall zeigt. Vor wenigen Tagen fiel ein Mehlbeerbaum an der Mauernstraße aus heiterem Himmel um. "Die Bäume in der Altstadt machen uns generell Sorgen. Das Risiko besteht, dass bald der nächste umkippt", sagt Jens Hanssen, Fachdienstleiter für Grün- und Straßenbetrieb der Stadt Celle.

Bei der jährlich erfolgenden visuellen Baumkontrolle werden lediglich der Bereich des Stammes und der unmittelbare Bereich des Bodens untersucht. Pilze, die sich nur im Inneren befinden und sich noch nicht auf das äußere Erscheinungsbild ausgewirkt haben, kann man so nicht erkennen. Das ginge nur mit einem Resistographen, einer dünnen Nadel, die die Härte des Holzes überprüft. "Den nutzen wir aber nur in Ausnahmefällen. Schließlich führt man dem Baum so auch eine Wunde zu – ein potenzieller Eintrittspunkt für einen Pilz", so Hanssen.

Keine Sorge vor umfallenden Bäumen: Dass weitere Bäume wie die Mehlbeere einfach so umfallen könnten, daran glauben die wenigsten in den Celler Geschäften. "Ich bin nicht beunruhigt. Mich stört nur der Dreck, den die Bäume immer machen", so Inhaber Uwe Fellenberg, der direkt vor seinem Geschäft ebenfalls eine Mehlbeere stehen hat. Natürlich sei ein bisschen Grün nicht schlecht, aber dann sollten wenigstens die Bäume häufiger gepflegt und gestutzt werden.

Auch der Amberbaum zwischen Tchibo und New Yorker in der Poststraße bereitet weder den Mitarbeitern noch dem Fachdienstleiter für Grün- und Straßenbetriebe selbst Sorgen. Zwar neigt sich der Baum bereits stark zur Seite, einige der Wurzeln haben das Erdreich durchbrochen und ragen als große Höcker aus dem Boden heraus, doch eine Gefährdung ginge derzeit nicht von dem Giganten aus. "Es ist zu vermuten, dass er relativ viel Raum hat. Sonst würde er nicht so gut aussehen", erklärt Hanssen.

Kein Platz im Boden: Um zwei Bäume in der Zöllnerstraße ist es hingegen längst geschehen. Bereits von außen ist der Absterbeprozess zu erkennen, und die Stadt reagiert. In nächster Zeit sollen beide Bäume entnommen werden. "Die Kastanien vor der Congress Union kommen auch weg. Die haben viel zu wenig Platz. Und das sieht man den Bäumen auch an", so Hanssen.

Das größte Problem seien die Rohre und Leitungen unter der Erde. Eigentlich müsste für einen Baum ein bewurzelter Raum von 12 Kubikmetern zur Verfügung stehen – in den seltensten Fällen möglich. "Das Billigste ist die Beschaffung des Baumes. Der sonstige Aufwand geht dann in die Tausende. Wenn wir neu pflanzen, muss erst einmal alles im Untergrund vorbereitet werden", sagt Hanssen.

Abstand von Neupflanzungen: Mit Nachpflanzungen tut sich die Stadt daher schwer. "Von einigen wird die Auffassung vertreten, dass Bäume in der Altstadt generell nichts zu suchen haben. So rigide bin ich nicht. Aber wir tun dem Baum nichts Gutes, wenn er nicht gut wächst und wir ihn dennoch pflanzen", sagt Hanssen. Komplett gegen Neupflanzungen habe man sich noch nicht ausgesprochen.

Pflanzenkübel als Option: Diese Überlegungen beziehen sich jedoch nicht auf die Mauernstraße. Wegen ihrer Beengtheit kreisen die Planungen derzeit um Pflanzenkübel, die zur Begrünung aufgestellt werden könnten. Auch in anderen Straßen möchte die Stadt in Zukunft vermehrt zu Kübeln greifen. Um die 20 Stück in verschiedenen Größen werden noch in diesem Jahr die Innenstadt verschönern. "Drei davon werden wegen ihrer Größe sogar direkt in der Stadt bepflanzt werden", verrät Hanssen.

Momentan ist die Stadt bei der Auswahl der Kübelbepflanzung. Neben Großsträuchern kämen auch Bäume zweiter und dritter Größenordnung in Frage. "Dabei werden natürlich auch Aspekte wie Nachhaltigkeit und dass die Pflanzen als Ziergehölz etwas zeigen, zum Beispiel im Herbst eine schöne Laubfärbung haben, beachtet."

Gegen "mobiles Grün": Von der Idee "mobiles Grün", bei der Pflanzenkübel durch die Stadt wandern, hat man im Rathaus allerdings wieder Abstand genommen. Der Grund: "Aufwandsmäßig ist das nicht zu schaffen." Damit werden sowohl der Große Plan als auch die Stechbahn in nächster Zeit ohne zusätzliche Bepflanzung auskommen müssen. Bäume oder feste Kübel seien keine Option, da sie bei Veranstaltungen oder an Markttagen immer aus dem Weg müssten. "Für alles ist da eben kein Platz."

Wer aus der älteren Generation hat nicht konkrete Vorstellungen von der Operette „Im Weißen Rössl am Wolfgangsee“? Die Musikfilme aus der guten alten Schwarz-Weiß-Fernsehzeit mit Peter Alexander oder in der etwas späteren Variante mit Peter Weck waren seinerzeit so bekannt, dass kaum jemand nicht wenigstens eine dieser Verfilmungen gesehen hat.

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