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Celle Stadt Celler Amtsgericht platzt aus den Nähten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Amtsgericht platzt aus den Nähten
09:53 12.07.2018
Von Michael Ende
Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

Dass die Situation in Celle alles andere als ideal ist, hat man auch in Hannover mitbekommen. So besuchte jetzt der Staatssekretär im Niedersächsischen Justizministerium, Stefan von der Beck, das Amtsgericht, um sich vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Er informierte sich in Gesprächen mit der Gerichtsleitung und mit den Personal- und Richtervertretungen über die örtlichen und personellen Verhältnisse. Im Rahmen eines Rundgangs machte sich von der Beck ein Bild über den baulichen Zustand des Gerichts, die Sicherheitsstandards durch Einlasskontrollen und nahm auch die umfangreichen Bauarbeiten zum Hochwasserschutz in Augenschein.

Amtsgerichts-Direktor Dieter Philipp Klass, äußerte unter Hinweis auf die beengte Raumsituation den Wunsch, die ehemalige Nebenstelle des Amtsgerichts Mühlenstraße 4, das unter Denkmalschutz stehende Katasteramt, zu sanieren und eine gemeinsame Nutzung durch das Oberlandesgericht und das Amtsgericht zu ermöglichen. „Die Erhaltung der in unmittelbarer Nähe zum Oberlandesgericht und direkt neben dem Amtsgericht befindlichen Liegenschaft wäre zu begrüßen“, so Klass.

Dort hatten Gutachter gesundheitsgefährdende Stoffe nachgewiesen – erst Chlornaphthalin, dann das Insektengift DDT. Die Katasteramts-Mitarbeiter zogen deshalb 2016 in ein leerstehendes Verwaltungsgebäude von Barilla an der Wasastraße in Vorwerk um. Das Amtsgericht hatte im Keller Akten aus abgeschlossenen Vorgängen der Insolvenzabteilung und von Zwangsversteigerungen gelagert.

Die Mitarbeiter des Katasteramtes fühlten sich an ihrem Ausweichstandort sehr wohl, so die stellvertretende Amtsgerichts-Direktorin Karin Rätzlaff: "Sie sind aus dem alten Gebäude raus, aber wir wollen dort gerne wieder hinein." Derzeit fehlten dem Amtsgericht rund 1200 Quadratmeter Fläche. Ob das Katasteramt mit einem vertretbaren Aufwand überhaupt noch zu sanieren ist, steht nach Einschätzung des zuständigen Niedersächsischen Landesamts für Bau und Liegenschaften noch nicht fest. "Falls sich herausstellen sollte, dass es nicht sanierbar ist, wäre aus unserer Sicht ein Neubau wünschenswert", so Rätzlaff, die darauf hinweist, dass andernfalls das Amtsgericht auf andere Immobilien ausweichen müsste: "Auch das wäre teuer."

Der Celler CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Adasch unterstützt die Forderungen aus seiner Heimatstadt: "Es ist völlig unbestritten, dass das Amtsgericht Celle an die räumlichen Kapazitätsgrenzen stößt und hier Handlungsbedarf besteht. Stefan von der Beck und ich werden uns deshalb gemeinsam dafür einsetzen, dass hier mittelfristig Abhilfe geschaffen wird." Adasch sei "sehr froh" darüber, dass der Justizstandort Celle unter der neuen rot-schwarzen Landesregierung in Hannover wieder "deutlich mehr Gehör" finde: "Das stimmt mich auch für andere Vorhaben optimistisch."

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