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Celle Stadt Celler Autor legt neue Miniaturen auf
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Autor legt neue Miniaturen auf
17:53 09.07.2018
Von Dagny Siebke
Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

Um eine Geschichte zu erzählen, braucht der Celler Autor Tobias Premper nur zwei Sätze: „Wenn das Leben nur dies sein könnte: Wir sitzen an der Aller, trinken abgestandenes Mineralwasser und der Kleine heult, weil er sich das Knie aufgeschlagen hat.“ Mehr steht nicht auf Seite 30 seines neuen Buches „Ich war klein, dann wuchs ich und war größer.“ Noch nicht mal eine Überschrift hat er seiner Miniatur gegeben: „Ohne Titel #4“ steht da nur. Doch bleibt auf der Seite noch viel Platz, seinem Gedanken nachzuhängen oder seine eigenen Ideen dazu aufzuschreiben.

Tobias Premper hatte sich schon in seinem letzten Band „Mississippi Orangeneis Blues“ von 2016 Text-Miniaturen verschrieben. Doch mit seinem ersten Roman „Erst einmal für immer“ bewies 2015 er, dass er auch die Langstrecke kann. Und auch auf der Mittelstrecke – den Kurzgeschichten in „Durch Bäume hindurch“ aus dem Jahr 2013 hat er sich versucht. Sein dritter Band mit Kurzprosa umfasst nun 99 Texte auf 105 Seiten. Etliche seiner Gedanken sind nur einen Satz kurz. Der Celler Schriftsteller Oskar Ansull ist Fan von Tobias Premper und schreibt aus Berlin: „Die Texte berühren die Alltags- und die Märchenräume gleichermaßen, sie sind spöttisch, ironisch, bissig, böse, absurd, komisch und auch bitter bis zartbitter und haben bisweilen magische Momente. Sie sind nur eines nicht, lustige Geschichten, obwohl der Autor gerade das vielleicht gern hätte. Sie sind anstrengend wie auch kurzweilig. Sie erschließen sich mehr noch aus der Gesamtheit aller drei Bände, es erschließt sich ein Erzählkosmos, wo am Ende keiner weiter weiß, wir wissen alle nicht weiter – trotz oder gerade wegen der zahllosen Ratschläge und Vorsätze, die zu nichts führen.“

Tobias Premper schreckt in seinem neuen Buch auch nicht davor zurück, die eigene Zunft aufs Korn zu nehmen. In „Zu viele Dichter“ schreibt er: „‘Es gibt einfach zu viele Dichter‘, sagte der eine Dichter zum anderen. ‚Stimmt‘, sagte dieser, ging nach Hause und schrieb ein Gedicht darüber.“

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