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Celle Stadt Celler Bäckerei Schmidt in Schräglage
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Bäckerei Schmidt in Schräglage
17:45 31.03.2017
Von Michael Ende
In der Bäckerei-Schmidt-Filiale an der Sägemühlenstraße geht der Betrieb weiter. Quelle: Alex Sorokin
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„Ein Insolvenzverfahren ist für alle Beteiligten nicht schön, aber es räumt – besonders wenn es wie in diesem Fall ein vorläufiges Insolvenzverfahren ist – konkrete Sanierungschancen für den betroffen Betrieb ein", sagt der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Karl-Heinz Blaha.

Eine vorläufige Insolvenz ist ein Verfahren im Zeitraum zwischen Antragstellung und Eröffnung im Insolvenzverfahren. Generell prüft ein Gutachter zunächst, ob ein Eröffnungsgrund vorliegt. Besteht in diesem Zeitraum die Gefahr, dass einzelne Gläubiger benachteiligt werden können, etwa weil andere versuchen, weiterhin im Wege der Einzelzwangsvollstreckung gegen den Schuldner vorzugehen, kann das Gericht Sicherungsmaßnahmen anordnen.

Die heutige Bäckerei Schmidt mit ihrem Hauptsitz in Groß Hehlen wurde 1887 von Fritz Heuer Zimmermann gegründet. Sein damaliger Geselle war Hans Schmidt. 2002 übernahmen Matthias und Mandy Häring die Geschäftsführung. Die Bäckerei betreibt neun Filialen, unter anderem in Celle, Winsen und Hannover. „Unser erklärtes Ziel ist es, sämtliche Filialen weiterzuführen“, sagt Blaha. Derzeit würden 46 Mitarbeiter beschäftigt: „Alle erhalten weiterhin ihren Lohn.“ Im Vorfeld des vorläufigen Insolvenzverfahrens habe es Entlassungen gegeben: „Aktuell sind keine weiteren Entlassungen geplant. Wir wollen möglichst viele Arbeitsplätze erhalten.“

Jetzt gehe es zunächst einmal darum, in Verhandlungen mit jenen zu treten, die von der Bäckerei noch Geld zu bekommen hätten, so Blaha: „Meine Prognose ist positiv. Es gibt einen Hoffnungsschimmer. Der Betrieb soll wieder schwarze Zahlen schreiben.“