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Celle Stadt Celler Bauhof: Vor 2019 tut sich nichts
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Bauhof: Vor 2019 tut sich nichts
20:54 09.01.2017
Von Gunther Meinrenken
Bitte nicht drücken, sonst fliegen die Fenster raus. Personalratsvorsitzender Ralf Piening steht an der Fensterfront der Werkstatthalle. Die Einfachverglasung musste neu gekittet werden, bei einem Sturm waren Scheiben herausgefallen. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Der neue FDP-Ratsherr Harald Range schlägt vor, den Betriebshof an der Neuenhäusener Straße für beide Standorte herzurichten. „Die Mitarbeiter fahren im Augenblick jeden Morgen zu einem Schrottplatz“, bewertet Range den Zustand der Gebäude und Betriebsanlagen. Das hätten sie nicht verdient. An der Neuenhäusener Straße könnte man schnell anfangen. „Es gibt einen Bebauungsplan und das Raumprogramm ist klar“, so Range.

Das Problem: Nach einer Kostenschätzung aus dem Jahr 2013 würde diese Variante mit 15,2 Millionen Euro etwa 3,8 Millionen Euro teurer sein als die Zusammenlegung an der Hohen Wende. Doch Range zweifelt diese Zahlen an: „Ich gehe davon aus, dass wir an der Hohen Wende wesentlich mehr für die Beseitigung von Altlasten bezahlen müssten, als bisher angenommen.“ Für Range bedarf es auch keiner neuen Wirtschaftlichkeitsprüfung. Dafür hatte die CDU jüngst im Verwaltungsausschuss eine Mehrheit hinter sich gebracht. „Wir sollten jetzt Nägel mit Köpfen machen.“

Für Stadtbaurat Kinder ist der Standort „Neuenhäusener Straße“ allerdings keine Alternative mehr. „Die Konzepte, die ich kenne, funktionieren dort nicht. Außerdem haben wir da für beide Betriebshöfe nicht genug Platz“, sagt Kinder. Wenn beide Standorte an der Hohen Wende zusammengelegt würden, könnte man auch die freien Flächen in Neuenhäusen viel leichter als Gewerbegebiet vermarkten, als es auf dem Areal der Hohen Wende der Fall wäre.

Den Antrag der CDU, noch einmal die Kosten für die Hohe Wende detaillierter zu ermitteln, versteht der Stadtbaurat als „Aktualisierung“ und nicht als Einstieg in den Ausstieg für diese Variante seitens der Politik. „Bis März werden wir die Unterlagen auf den neuesten Stand gebracht haben. Dann hoffe ich, dass wir das Planungsbüro beauftragen können. Die Ausschreibung, die sich in der entscheidenden Phase befindet, konnten wir noch einmal verlängern.“

Etwa eine Million Euro wird der Generalplaner bekommen, um „zentimetergenau“ den Umzug baulich einzutüten, außerdem werde die Firma das Projekt betreuen. „Ich gehe im Moment davon aus, dass durch den Antrag der CDU das Projekt nur um etwas drei bis vier Monate verzögert wird.“