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Celle Stadt Celler Bieneninstitut öffnet Sonntag seine Pforten
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Bieneninstitut öffnet Sonntag seine Pforten
17:28 29.08.2017
Von Michael Ende
Celle Stadt

Instituts-Leiter Werner von der Ohe erwartet rund 3000 Besucher in seiner Einrichtung am Rand des Französischen Gartens, die aus modernen Gebäuden sowie historischen Bauten wie etwa der ehemaligen herzöglichen Orangerie oder einem Fachwerk-Treppenspeicher besteht. Dieser architektonische Mix versinnbildliche auch die große Bandbreite der Lehr- und Forschungsstätte, so von der Ohe: "Hier bei uns kann man sowohl modernste Wissenschaft als auch traditionelles Handwerk erleben. Viele Besucher kommen jedes Jahr wieder."

Ziel des Tages der offenen Tür sei es, die Öffentlichkeit über die enorme ökologische und ökonomische Bedeutung der Bienenhaltung zu informieren, so von der Ohe: "Die Wertigkeit bezieht sich nicht nur auf den Verkaufserlös der Produkte aus dem Bienenvolk, sondern auch auf die Bestäubungsleistung der Bienen. Aus wirtschaftlicher Sicht sind hier vor allem die Kulturpflanzen zu nennen, die dank der Bestäubung durch die Bienen höhere und gesicherte Erträge bringen."

Besucher können sich am Sonntag über die verschiedenen Arbeitsbereiche des Instituts informieren. Gezeigt und erläutert werden moderne Methoden der Honig- und Wachsgewinnung, der Königinnenzucht, der Vorbeugung und Behandlung von Bienenkrankheiten sowie die Qualitätskontrolle von Honig, als auch Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu Honig, Pollen, Bienenbiologie, Bienengenetik, Bienen und Pflanzenschutz. "Die Gäste können verschiedene Honigsorten probieren und werden staunen, wenn sie einen Tropfen Honig unter dem Mikroskop sehen", sagt von der Ohe: "Sie werden erfahren, wie die Bienen Nektar und Pollen nach Hause transportieren und können sich Bienen von außen und innen unter dem Mikroskop ansehen."

Mehrere Bienen-Beobachtungsstöcke und das Heidebienenmuseum im Speicher sind weitere Stationen des Rundganges durch die Institutsanlagen. Bienenhaltung in Strohkörben, die berühmte alte Heideimkerei, wird als wichtiges niedersächsisches Kulturgut gesondert vorgestellt. Für Kinder gibt es ein spezielles Programm mit Bienenwettfliegen, Glücksrad, selbst Honig abfüllen und Kerzendrehen sowie für alle Altersgruppen ein umfangreiches Film- und Vortragsprogramm.