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Celle Stadt Celler Bigband "Tonspur"mit jazzigem Hofkonzert
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Bigband "Tonspur"mit jazzigem Hofkonzert
17:50 06.08.2017
Die Bigband „Tonspur“ zeigte ihr Können auf dem Hof vom „Liebenswert“ mitten in der Celler Altstadt. Quelle: David Borghoff
Celle Stadt

Altstadt. Seit knapp zwei Jahren gibt es die jüngste „Abteilung“ der Neuen Jazz Initiative, die Jugend-Big-Band „Tonspur“ – aufgestellt in klassischer Formation – mit jungen Musikern, Schülern und Studenten aus dem Raum Celle, denen es Spaß macht, ihre Leidenschaft für Jazz und Swing in einer größeren Orchesterformation auszuleben. Viele von ihnen sind dem Publikum von den Sessions der NJIC in Kunst & Bühne schon bekannt – allen voran Initiator, Bandleader und Saxophonist Moritz Aring, der in Sachen Bigband-Arbeit von Marieke Ziesmann (1. Trompete) unterstützt wird.

Mit wie viel Spaß an der Sache die rund 20 Musiker sich ans Werk machen, zeigte sich beim Konzert in der malerischen Freiluftkulisse. Alt und Jung ließen sich von der breitgefächerten Playlist überzeugen und vom demonstrierten Elan mitreißen. Bigbandklassiker wie „Route 66“ wechselten mit lateinamerikanischen Rhythmen wie „Rio Largo“ oder „Bossa Mountreux“. Eher unbekannteren Stücke (Jazz-Rock „Birdland“) teilten sich die Aufmerksamkeit mit Modernerem wie „Every summer night“.

In allen Nummern gab das Arrangement genügend Raum für überzeugende Soli und die Präsentation einzelner Gruppen – sei es die Trompeten, die Posaunen, die Saxophone oder die Akkustik-Phalanx. Das begeisterte Publikum quittierte die beachtlichen Leistungen mit viel Applaus. So wuchsen Bigband und Zuhörer immer enger zusammen.

Apropos Saxophon: In dem Konzert präsentierte „Tonspur“ auch das neu erworbene Vintage-Baritonsaxophon. In einer unprätentiösen aber herzlichen „Übergabe“ dankten die NJIC, insbesondere die junge Bigband, ihrem großzügigen Förderer, der Sparkasse Celle, für die finanzielle Unterstützung. Für die Anschaffung des Profi-Instruments und mehrerer Dämpfer für die Trompeten hatte der Sponsor erneut tief in die Tasche gegriffen (im hohen vierstelligen Betrag) um talentierte, ambitionierte junge Musiker aus der Region zu unterstützen.

Zum zweiten Nachschlag gab’s „On the sunny side oft he street“ – nomen est omen, trotz einsetzenden Nieselwetters. Das Hofkonzert bei „Liebenswert“ war ein voller Erfolg (und tatsächlich liebenswert präsentiert und umsorgt) – nicht nur wegen des tollen Konzerts, sondern auch wegen des Versuchs, mehr Musik, Events und Förderung von ortsansässigen Musikern in die Altstadt zu bringen. Ein geglückter, sehr gut angenommener Start, der auf jeden Fall Schule machen sollte.

Von Doris Hennies