Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Celler Bomann-Museum erhält VGH-Förderpreis für Museumspädagogik
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Bomann-Museum erhält VGH-Förderpreis für Museumspädagogik
16:06 25.11.2010
Sabine Schormann, Geschäftsführerin der VGH-Stiftung, übergab die Auszeichnung an Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (links) und Museumspädagoge Uwe Rautenberg. Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

Mit der Verleihung des VGH-Förderpreises gehört das Bomann-Museum, das zuvor den Niedersächsischen Museumspreis erhalten hatte und Niedersachsens älteste volkskundliche Sammlung birgt, zu den sechs Preisträgern, die von der VGH-Stiftung in diesem Jahr ausgezeichnet wurden.

Prämiert wurde das Bomann-Museum für sein Projekt „Kultur-Landschaft-Digital“, das Kulturlandschaftsforscher Florian Friedrich und Museumspädagoge Uwe Rautenberg realisierten. Aus drei Gründen sei es unter 27 Projekten ausgewählt worden, so Jury-Mitglied Hans Lochmann, Geschäftsführer des Museumsverbands für Niedersachsen und Bremen: Aufgrund der breiten Vernetzung von Museum, Niedersächsischem Heimatbund und Schülern der Stufen 6 bis 10, der hervorragenden Vermittlungsarbeit sowie des zielorientierten Umgangs mit modernsten Medien. So sei das Projekt eine Spurensuche mit GPS-Geräten, Digitalkamera und Datenbanken, das darauf abziele, historische Kulturlandschaften im Nahbereich der Stadt Celle zu entdecken und sie in Beziehung zu Exponaten des Museums zu setzen. Durch die Einspeisung erfasster Daten ins Internet profitierten sowohl die Schüler als auch die weltweiten Nutzer des „KulturLandschaftsElementeKatasters“ (KLEKs).

„Die Idee des Innen und Außen ist sehr spannend“, so Celles Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende, der die thematische Verbindung des Museums mit der realen Landschaft und dem digitalen Medium Internet als eine gelungene Vermittlungsvariante sieht, gerade vor dem Hintergrund eines zentralen Bildungsauftrags. Auch Sabine Schormann, die als Geschäftsführerin der VGH-Stiftung den Förderpreis in Höhe von 3500 Euro an Museumsdirektor Jochen Meiners überreichte, betonte als Schwerpunkt der zehnjährigen Stiftungsarbeit „die Vermittlung kultureller Werte an Kinder und Jugendliche“. Ein wichtiger Pfeiler seien hierbei die Museen, die es bei der „Vermittlung des Bewahrten“ zu stützen gelte. In diesem Sinne verstehe sich der Preis als Anschub und öffentliches Augenmerk. Meiners bedankte sich für den Preis als Wertschätzung, Finanzspritze und Öffentlichkeitsfaktor: „Museen sind nicht nur weiche Standortfaktoren, sondern harte. Ein gut funktionierendes Museum ist ein monetärer Vorteil in der Stadtkasse.“

Von Aneka Schult