Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Celler City jetzt völlig kopflos
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler City jetzt völlig kopflos
15:49 19.11.2010
Von Michael Ende
Celle Stadt

CELLE. „Es ist traurig, dass es in Celle nicht voran geht – und ich weiß jetzt auch warum.“ Das sagte gestern Celles Citymanager Gunnar Duvenhorst, nachdem er am Abend vorher bei einer Mitgliederversammlung des Citymanagement-Trägervereins seine Kündigung bekannt gegeben hatte. Zuvor hatten bereits der erste Vorsitzende Peter Klein und der zweite Vorsitzende Bernd Zimmermann ihre Rücktritte bekannt gegeben. Nachfolger wurden nicht gewählt. Und auch für Duvenhorst soll es wegen Löchern in der Vereinskasse keinen hauptamtlichen Nachfolger geben, sagte gestern Celles Sparkassen-Chef Axel Lohöfener, der für die Finanzen des Vereins zuständig ist. Neben ihm sitzen im Rumpf-Vorstand nur noch der Kaufmann Jörg zum Felde und der Gastronom Benno Eisermann.

So, wie bisher könne es auf keinen Fall weitergehen, sagte Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD): „Auch wenn Herr Duvenhorst noch bis einschließlich März 2011 im Amt sein wird, so ist die Situation natürlich eine große Enttäuschung. Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, dass es Themen gibt, bei denen die Innenstadt-Akteure einen erstaunlich hohen Organisationsgrad aufweisen.“ Hiermit spielte Mende auf den erfolgreichen Anti-Center-Kampf der City-Händler an. Mende: „Wenn es allerdings um die Kärrner-Arbeit geht, ist dieser Zusammenhalt schnell dahin.“

Die Praxis, diesen Verein weiterhin mit Hundertausenden von Euro zu subventionieren, könne so nicht fortgeführt werden, so Mende: „Ich werde der Politik vorschlagen, die Zahlungen für das Citymanagement zu kürzen. In den vergangenen Jahren ist die Stadt an vielen Stellen finanziell in Vorleistung getreten, um ein schlagkräftiges Citymanagement aufzubauen. Der Vertrauensvorschuss, den die Politik gewährt hat, ist aufgebraucht. Weitere Zahlungen sollten an konkrete Bedingungen geknüpft werden.“

Natürlich gebe es in der Innenstadt „löbliche Ausnahmen“, so der OB: „Jedoch wird es uns ohne das gemeinsame Auftreten nicht gelingen, Kunden in die Innenstadt zu locken und die City zu dem zu machen, was sie sein sollte: Eine liebenswerte, einladende und lebendige Einkaufsstadt mit modernem Warenangebot und hoher Aufenthaltsqualität. Natürlich werden wir uns mit dem Notvorstand eng abstimmen, um in ruhigeres Fahrwasser zu kommen. Die dort handelnden Personen genießen unser Vertrauen.“