Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Celler Cramer-Center: "Es geht gut weiter"
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Cramer-Center: "Es geht gut weiter"
12:27 29.03.2017
Von Michael Ende
Celle Stadt

Cramer will ein Objekt errichten, das Wohnen und Handel unter einem Dach vereint. Für Wohnzwecke sollen dort mehr als 3000 Quadratmeter zur Verfügung stehen; die Verkaufsfläche des E-Centers soll genau so groß sein. Geplant sei kein SB-Warenhaus, sondern ein Lebensmittel-Supermarkt, der keine Konkurrenz zum Handel in der Altstadt darstellen und 120 Mitarbeitern Brot und Lohn sichern solle, unterstreicht Cramer. Die Verkehrsanbindung und der Anlieferverkehr für das Objekt mit seinem Parkhaus sollen über die 77er Straße erfolgen, wo ein neuer Kreisel errichtet werden soll.

Schon im September 2015 hatte der damalige Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) gesagt, dass im Frühjahr 2016 Baubeginn sein werde. Cramer meinte damals, dass die Unterschriften unter den Kaufvertrag nur noch „reine Formsache“ seien und er sich schon auf die Eröffnung des Centers freue. Bei der Vorfreude ist es seitdem geblieben.

„Es wird Zeit, dass hier für Klarheit gesorgt wird. Seit dem Jahre 2012 zieht sich dieses Thema“, so der FDP-Fraktionsvorsitzende Joachim Falkenhagen. Bisher habe die Verwaltung stets von „guten Gesprächen“ mit Cramer gesprochen: „Daran glaube ich schon seit Monaten nicht mehr. Im Interesse einer Weiterentwicklung der Stadt sollte jetzt eine definitive Entscheidung getroffen werden, zumal für die Flächen auch andere Investoren Interesse gezeigt haben sollen.“

Altstadt-Ortsbürgermeister Tim Übermuth (CDU) steht dem Projekt skeptisch gegenüber: „Im Hinblick auf die Vergabe einer großen Verkaufsfläche im Neubau auf dem Gelände der alten Feuerwache an einen Vollsortimenter habe ich nach wie vor die Befürchtung, dass weitere Kaufkraft aus der Altstadt abgezogen wird. Ein für Einzelhändler und Gastronomen investitionsfreundliches Klima zur Bekämpfung des Leerstandes sieht anders aus.“ Obwohl Mende das Vorhaben seinerzeit zur „Chefsache“ erklärt habe, habe sich wenig getan, so Übermuth. Der Ball liege klar im Feld von Cramer: „Die Verwaltung muss eine zeitnahe Entscheidung einfordern.“

Investor Jürgen Cramer ist optimistisch: "Es geht gut weiter. Wir könnten den Kaufvertrag praktisch sofort unterschreiben, müssen aber noch einige Planungsdetails regeln. Im Grunde ist alles geklärt. Wir hoffen, dass die Bebauungsplanung zügig abgearbeitet wird, damit wir schnell einen Bauantrag stellen können.“ Cramers Ziel sei, dass im Herbst die ersten Bäume gefällt würden: „Dann können wir mit dem Kreiselbau und vielleicht auch schon mit dem Parkhaus anfangen.“

Verkehrsausschuss-Vorsitzender Heiko Gevers (CDU) setzt auf den neuen Oberbürgermeister Jörg Nigge (CDU): "Ich gehe davon aus, dass die unendliche Geschichte in nächster Zeit ein Ende finden wird. Es ist genug Zeit für Planung und Verhandeln verstrichen. Unter dem neuen OB werden Herr Cramer und die Bauverwaltung zügig eine Lösung finden müssen.“