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Celle Stadt Celler DGB: Minijobs als Sackgasse
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler DGB: Minijobs als Sackgasse
14:58 10.01.2017
Von Michael Ende
Putzhilfen gehören zu denen, die allein von ihremMinijob schwerlich leben könnten. Quelle: Franziska Kraufmann
Celle Stadt

Besonders für Frauen nach der Familienphase, die den Wiedereinstieg in sozialversicherte Arbeit suchten, würden Minijobs zur Sackgasse. Minijobs böten keine Perspektive auf Qualifizierung und Aufstieg im Beruf. Hinzu komme, dass keine oder nur eingeschränkte Ansprüche für die gesetzliche Sozialversicherung erworben werden. Oftmals klebe das Etikett „Minijob gleich Aushilfe“ an den geringfügig Beschäftigten.

„Es ist deshalb dringend notwendig, dass das Jobcenter Celle sich für die Beschäftigten im Leistungsbezug engagiert“, stellt Richter-Steinke klar: „Wer sich in einer beruflichen Einbahnstraße befindet, braucht mehr Unterstützung statt Druck und Sanktionen.“ Dazu seien Angebote der aktiven Arbeitsmarktpolitik nötig, insbesondere Angebote einer beruflichen Qualifizierung müssten voran gebracht werden. „Wissenschaftliche Studien bestätigen, dass viele Menschen in Minijobs gerne mehr arbeiten würden.“ Für Richter-Steinke ist deshalb klar: „Unser Ziel ist, dass mehr Minijobs in sozialversicherte Arbeit umgewandelt werden.