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Celle Stadt Celler Fahrradständer jetzt auch „to go“
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Fahrradständer jetzt auch „to go“
13:05 02.03.2018
Von Michael Ende
Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

Celle sei nach dem abgezäunten Kreisel-Übergängen um eine Attraktion reicher, sagt Marktbeschicker Dirk von Schassen und schüttelt den Kopf über das, was er da von seinem Apfel-Verkaufsstand aus beobachten kann. „Das sind die neuen Celler Stolpersteine“, grinst er und zeigt auf die Metallhülsen, die übrig bleiben, wenn jemand einen Fahrradständer herausgezogen hat: „Die Hülsen gucken ein paar Zentimeter aus dem luschig verlegten Pflaster, und die Leute stolpern drüber. Ich hab hier sogar schon Polizisten beinahe hinfallen sehen.“

Und dabei sollte die Polizei hier ganz besonders gut unterwegs sein, empfiehlt von Schassen: „Ich habe hier schon Leute beobachtet, die Fahrräder mitgenommen haben, die noch an den Ständer angeschlossen waren. Die haben den Ständer ganz einfach aus der Erdverankerung gezogen und ihn samt Fahrrad weggetragen.“ Ob das geht? Es geht: Die CZ macht die Probe aufs Exempel. Zieht mit zwei Fingern, einen Ständer, der eigentlich Diebstahl verhindern sollte, mühelos aus der Erde. Natürlich wird der Bügel umgehend im Alten Rathaus abgegeben – nicht, dass den auch noch jemand klaut.

In der Celler Politik hat sich herumgesprochen, dass mit dem Fahrradständer-Segen, den die Verwaltung der Altstadt beschert hat, irgend etwas faul sein könnte. „Ich habe gehört, dass die Stadt 100.000 Euro für 50 Luxus-Fahrradständer ausgegeben hat. Stimmt das? Können wir uns das leisten?“, fragte Christoph Engelen (SPD) im Altstädter Ortsrat. Die Stadt selbst habe nur 5000 Euro bezahlt, der Rest seinen Fördergelder gewesen, so Stephan Ohl (Grüne). Ortsbürgermeister Tim Übermuth (CDU) sagte, auch er habe den Eindruck, dass die Celler nicht lange etwas von den leicht herausziehbaren Bügeln haben würden: „Wie viele sind überhaupt noch da?“

Stimmen diese Zahlen? Auf Nachfrage der CZ teilt die Stadtverwaltung mit, dass sie gerne investiert hat. "Als fahrradfreundliche Kommune ist es unser Ziel, die Infrastruktur für Radler stetig zu verbessern und attraktiver zu gestalten. So wurden jüngst neue und praktischere Fahrradbügel angeschafft, die dezentral im gesamten Gebiet der Altstadt verteilt wurden", so die städtische Pressesprecherin Myriam Meißner: "Insgesamt wurden 84 Fahrradständer ausgetauscht und 100 neue Ständer geschaffen." Damit habe sich das Angebot auf insgesamt 600 Fahrradständer erhöht.

Dafür habe die Stadt Fördermittel des Bundes aus dem Bereich "Kommunaler Klimaschutz" sowie Mittel aus der kommunalen Stellplatzabgabe eingeworben, so Meißner: "Zur Förderung des Radverkehrs sind die der Stadt Celle entstandenen Kosten von insgesamt 74.000 Euro – also 201 Euro pro Stellplatz – eine sinnvoll eingesetzte Investition." Richtig sei, dass man einen Teil der Ständer "wegen Materialfehlern" austauschen musste: "Deshalb sind vor dem Alten Rathaus aktuell auch weniger Stellplätze zu finden. Die Nacharbeiten werden in den kommenden Wochen erfolgen, da wir dazu absolute Frostfreiheit“ benötigen." Der Stadt entstünden dadurch keine Kosten, da es sich um Gewährleistungsarbeiten der privaten Baufirma handele.

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