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Celle Stadt Celler Fischer widmen sich der Umweltarbeit
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Fischer widmen sich der Umweltarbeit
16:51 11.12.2017
Umwelt-Obmann des Fischereivereins Früh Auf Celle, Guido Meier, vor der diesjährigen Heckenpflanzung am Schwarzwasser. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

Celle.

Die Bestandsentwicklung der Fischfauna wurde seit mehreren Jahrzehnten in dem Abschnitt von der Brücke Nienhof / Helmerkamp bis zur Mündung in die Aller durch den Fischereiverein beobachtet und teilweise mittels Elektrofischerei gezielt untersucht. Der Fischbestand war vor 40 Jahren weitgehend auf die Arten Döbel, Aland, Hasel, Rotfeder, Gründling, Hecht und Aal reduziert, die allerdings mit einer hohen Individuenzahl auftraten. Durch die verstärkten Unterhaltungsmaßnahmen aufgrund der zunehmenden Verkrautung des Gewässers, nahm der Fischbestand rapide ab. Durch starke Unterhaltungsmaßnahmen im Spätherbst konnte eine Verdriftung der verbleibenden Fische in die Aller festgestellt werden.

Der Fischereiverein hat dieser Entwicklung entgegengewirkt, indem zwei Biotope mit jeweils 2.500 qm auf eigene Kosten angelegt wurden, um Fischen und anderen Lebewesen einen Rückzugsraum nach der Räumung zu ermöglichen.

In Zusammenarbeit mit dem Unterhaltungsverband und den angrenzenden Landwirten wird seit Jahren die Südseite des Schwarzwassers bepflanzt, um die Unterhaltung einzuschränken und ein abwechslungsreiches Gewässer als Lebensraum entstehen zu lassen.

Auch in diesem und dem nächsten Jahr sind hierzu Maßnahmen geplant, die insgesamt 560 Meter neue Bepflanzungsabschnitte umfassen.

Das Eisvogelprojekt zählt ebenfalls zu den Schwerpunkten der Umweltarbeit. Auch in 2017 wurden erneut 5 Röhren eingebaut.

Am Teich in Eicklingen wurden in Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen der Pachtgemeinschaft Schutzzonen für Frösche, Wildenten und den Eisvogel eingerichtet. Große Röhrichtbereiche wurden ebenfalls mit einem Betretungsverbot versehen, um den brütenden Arten einen Lebensraum zu bieten.

An der Lachte wird seit drei Jahren an 21 Stellen heimischer Kies eingebracht, um Kieslaichern, wie Bachforelle, Döbel, Hasel, Äsche, Barbe, Elritze, einen Lebensraum zu schaffen.

Schließlich werden jedes Jahr Kopfweiden geschnitten, um sie vor dem Auseinanderbrechen zu schützen und den Lebensraum zu erhalten. Der Verein hat über 500 Kopfweiden in Pflege und ersetzt zurzeit alte, umgefallene Bäume durch neue.

Von Fremdfotos / Texte Eingesandt