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Celle Stadt Celler Frauenchor mit unvergesslichem Sommerkonzert in Neustädter Kirche
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Frauenchor mit unvergesslichem Sommerkonzert in Neustädter Kirche
16:35 22.06.2016
Der Celler Frauenchor unter der Leitung von Angelina Soller nimmt seinen Hut, mit Freude und Glanz. Quelle: Matthias Blazek
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Nachdenkliche, aber auch entspannte Gesichtsausdrücke sind in den Gesichtern der Frauenchor-Frauen zu sehen, die sich in dieser Formation letztmalig dem Publikum zeigen. Was der Verein als Sommerkonzert angekündigt hatte, ist zugleich das Abschiedskonzert des traditionsreichen Vereins. 50 Frauen stehen auf der Bühne und liefern, unterstützt von Stimmen aus dem Kirchenchor Wienhausen und der Kreismusikschule Peine, ein Produkt ab, das wohl einmalig in der Geschichte der Chormusik in Celle dasteht. Und die Celler sind gut beraten, die Stuhlreihen bis auf den letzten Platz zu füllen.

„Drei schöne Dinge fein“, „Viele verachten die edele Musik“ und „Sah ein Knab ein Röslein stehn“, alle im Satz aus Sing & Swing von Lorenz Maierhofer, stimmen hervorragend auf ein historisches, 75-minütiges Konzert ein. Alle Damen sind hervorragend eingesungen. Sie singen so glasklar und perfekt aufeinander abgestimmt, als würden ihnen noch viele Konzerte bevorstehen. Doch so ist es nicht. Leider.

Für Abwechslung sorgen einige von Sängerinnen vorgetragene Episoden aus der Vereinsgeschichte und instrumentale Intermezzos von Sabine Kaufmann (Flöte), Christina Worthmann (Klavier) und Johannes Keller (Kontrabass). Dann übernimmt wieder die Chorleiterin Angelina Soller.

„Ma come balli bella bimba“ sorgt für gute Laune und eine Steigerung im Repertoire. Bei der schönen Instrumentalbegleitung gibt es bei „Greensleeves“ eine „Gänsehaut“. So diszipliniert, wie der Chor aufgetreten ist, verlässt er auch wieder die Bühne. Jede Sängerin trägt ihren kleinen Beitrag dazu bei, dass dieser Moment, dieser Abend für alle unvergesslich bleiben möge.

Bei „I can’t help falling in Love“ hält sich die Gänsehaut hartnäckig, und „Love me tender“ hält die Gefühle des Auditoriums weiter in Schach. Und dann kommt auch noch „The Lion sleeps tonight“! Schöner geht es wirklich nicht. Und wie schön anglophil, englandfreundlich, man sich zeigt.

Der Celler Frauenchor hat mit seinem Sommerkonzert würdevoll Abschied genommen und seinen festen Platz in den Herzen der Menschen hinterlassen. Durch die Reihen ist beim anschließenden Anstoßen im Gemeinderaum zu hören, wie begeistert man von den Darbietungen sei. Gut gemacht, lieber Celler Frauenchor. Ade!

Von Matthias Blazek