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Celle Stadt Celler Gebühr für Regenwasser soll sinken
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Gebühr für Regenwasser soll sinken
15:44 17.10.2016
Von Michael Ende
Quelle: Patrick Pleul
Celle Stadt

Der Frischwasserverbrauch in Celle ist im Jahr 2015 nach Angaben der Stadtverwaltung zum ersten Mal seit Jahren wieder gestiegen. Hinzu komme, dass noch Mehreinnahmen aus dem Jahr 2014 in Höhe von 340.000 Euro für das Jahr 2017 einzuplanen seien. „Aufgrund des gestiegenen Frischwasserverbrauches und der daraus resultierenden Mehreinnahme sowie durch die Verschiebung von Unterhaltungsarbeiten auf der Kläranlage kam es im Jahr 2015 zu einer Überdeckung in Höhe von 378.512 Euro“, so die Verwaltung, die empfiehlt, die Gebühr für Schmutzwasser bei 2,83 Euro pro Kubikmeter zu belassen.

Seit 2015 müssen Celler für Regenwasser, das auf ihrem Grundstück niedergeht, aber nicht dort versickert, sondern in den öffentlichen Kanal gelangt, eine Gebühr bezahlen. Man habe seinerzeit für jeden Quadratmeter „abflusswirksamer Fläche“ die Gebühr für Niederschlagswasser für 2015 auf 0,76 Euro pro Quadratmeter festgelegt, so die Stadtverwaltung in einer aktuellen Vorlage: „Durch die Rückläufer der Selbstauskünfte haben sich die versiegelten Flächen gegenüber der ersten Schätzung um etwa 270.000 Quadratmeter erhöht. Das führt zu einer Senkung der Gebühr. Diese soll für 2017 auf 0,67 Euro herabgesetzt werden.“

Die Stadt hatte 30.122 Grundstückseigentümer aufgefordert, zu melden, ob sie den öffentlichen Regenwasserkanal in Anspruch nähmen. Nach einer Schätzung der Verwaltung sind 85 Prozent der Immobilien nicht an die Regenwasserkanalisation angeschlossen. Für 2015 waren im städtischen Haushalt Einnahmen von 430.000 Euro eingeplant. Mit Einnahmen von 523.160 Euro habe man die Erwartungen übertroffen, heißt es aus dem Rathaus, wo man die zusätzlichen Personalkosten, die durch die Gebühr anfallen, auf 127.100 Euro beziffert.

Bis sämtliche Grundstücke erfasst seien, werde es noch ein wenig dauern, so die Verwaltung: „Die Bestandsaufnahme aller Immobilien wird bis zum 31. Dezember 2017 angestrebt; anschließend können durch Kontrollen noch Veränderungen in den Veranlagungen erfolgen.“