Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Celle Stadt Celler Gebühren sinken
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Gebühren sinken
10:17 21.10.2016
Von Michael Ende
Celle Stadt

"Es gibt keine Steigerung der Gebühren – das ist doch mal was", sagte Stadtbaurat Ulrich Kinder im Ausschuss, als es um die Abwassergebühr ging. Die Gebühr für Schmutzwasser solle bei 2,83 Euro pro Kubikmeter belassen werden, da man Mehreinnahmen aus vergangenen Jahren in die Berechnung einfließen lassen könne und sich außerdem der Frischwasserverbrauch im Jahr 2015 erhöht habe und sich auch dadurch Mehreinnahmen ergeben hätten.

Der Ausschuss votierte dafür, die Abwassergebühr nicht zu verändern und die Niederschlagswassergebühr zu senken. Diese Abgabe müssen seit 2015 Celler für Regenwasser, das auf ihrem Grundstück niedergeht, aber nicht dort versickert, sondern in den öffentlichen Kanal gelangt, zahlen. Derzeit beträgt die Gebühr 0,76 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche. Im Rahmen der von der Stadt eingeforderten Selbstauskünfte der Hausbesitzer hat sich die Summe der erfassten versiegelten Flächen gegenüber der ersten Schätzung um 270.000 Quadratmeter erhöht. Dadurch könne man die Kosten nun auf eine größere Fläche umlegen. Deshalb soll die Gebühr für 2017 auf 0,67 Euro herabgesetzt werden.

"Ich hoffe, die Bürger merken auch, dass wir die Gebühr senken", sagte Reinhold Wilhelms (SPD). "Es gibt leider sehr viele Bürger, die überhaupt nicht auf unser Schreiben reagiert und gar nichts gemeldet haben", sagte Michael Martin, Fachdienstleiter Klärwerk und Kanalbetrieb: "Wir werden nachprüfen, wer sich nicht gemeldet hat, aber das wird Zeit in Anspruch nehmen." Kinder: "Ich gehe davon aus, dass ein Großteil derer, die keine Meldung abgegeben haben, sowieso kein Niederschlagswasser in den öffentlichen Kanal einleiten." Schwarze Schafe werde man früher oder später ermitteln, und dann seien Nachzahlungen fällig.

Einen positiven Trend könne man auch aus dem Bereich der Friedhofssatzung vermelden, sagte Jens Hanssen, Fachbereichsleiter des städtischen Grün-, Straßen- und Friedhofsbetriebs: "Die vergebenen Grabflächen als Maßstab für die Gebühren sind auf Grund des seit Jahren beobachteten Trends zu kleineren Gräbern tendenziell rückläufig. Im Jahr 2015 wurde diese Entwicklung allerdings gestoppt, und das ist der Grund dafür, dass die Grabplatzgebühren im Mittel um rund fünf Prozent gesenkt werden können."