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04:34 15.02.2018
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Den beiden Gymnasiastinnen sei aufgefallen, dass die Klassenräume nach der Pause oft verschmutzt seien. So sei der Gedanke eines Saugroboters entstanden. Solch einen zu kaufen, wäre zu teuer, also kamen die beiden Jugendlichen auf die Idee selbst einen zu bauen. "Wir wollten aber keine neuen Gegenstände kaufen, sondern auf recyceltes Material zurückgreifen", betont die 15-jährige Hailie-Jade. Und so fährt ihr Roboter heute auf Wurstgläser-Deckeln und Plastikdrehverschlüssen, die von einem Motor angetrieben werden. "Noch kann er nur geradeaus fahren", sagt Sonja. Doch die Beiden beschäftigen sich schon damit, dass ihr Projekt bald auch um die Ecke fahren kann.

"Zuerst wollten wir Solarzellen nehmen", sagt Hailie-Jade. Doch diese seien zu teuer und in der Selbstherstellung sehr umweltschädlich. Daher haben sich die Beiden für Grätzelzellen entschieden, die aus zwei Elektroden besteht. Zwischen den Glasschichten haben sie ein Extrakt aus Hibiskusblüten platziert, da dieser Pflanzenstoff Licht absorbiert. "Das sind dann Solarzellen, die eine elektronische Fotosynthese betreiben", erklärt die 15-Jährige.

Eine halbierte Plastikflasche dienst als Saugrüssel und sammelt den Dreck im Innenraum des Fahrgestells. Als Gerüst haben die Schülerinnen dafür Kartoffelsalatpackungen genommen. Der Blick ins Innere offenbart das Herzstück: ein ausrangierter PC-Lüfter, der dafür sorgt, dass der Roboter auch tatsächlich den Dreck aufsaugt. Betrieben wird der Propeller durch die gewonnene Lichtenergie der Grätzelzellen. "Wir haben unsere Ziele alle erreicht", sagen die Schülerinnen einstimmig. Nachhaltigkeit hatte für sie Vorrang. "Wir mussten kaum etwas dazukaufen und haben Dinge, benutzt, die sonst im Müll landen", betont Hailie-Jade.

Umwelt war auch ein großes Thema für Mika Füllberg (12) und Lukas Bödecker vom Hölty-Gymnasium. "In der Landwirtschaft werden viele chemische Spritzmittel zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt", sagt der 13-jährige Lukas. Daher setzten die beiden Jungen auf Schlupfwespen, die die schädlichen Blattläuse von innen auffressen. "Wir waren davon begeistert, Gifte durch in der Natur lebende Tiere zu ersetzen", sagt Mika. In ihren Versuchsreihen prüften sie Lebensdauer des Nützlings. "Die Schlupfwespe ist nicht effizient in der Schädlingsbekämpfung, aber sie kann helfen", gibt Lukas an. Die Überlebensdauer der Nützlinge sei sehr kurz und die große Menge an Blattläusen in der offenen Natur von den Wespen nicht zu bewältigen.

Dass Celle eine Hochburg für Jugend forscht ist, zeigte sich an der Zahl der teilnehmenden Schulen aus Stadt und Landkreis. Allein das Ernestinum war mit acht Projekten vertreten, das Hölty-Gymnasium mit sechs, das Immanuel-Kant-Gymnasium Lachendorf mit vier, das Hermann-Billung-Gymnasium mit drei und das Christian-Gymnasium Hermannsburg mit einer Forschungsarbeit. "Als wir 1999 mit dem Wettbewerb gestartet sind, wurden insgesamt 23 Projekt eingereicht", resümiert Christiane Poestges von der SVO. Das Unternehmen unterstützt den „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb als Patenunternehmen und übernimmt die finanziellen Mittel für die Organisation der Veranstaltung.

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