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Celle Stadt Celler Grüne gegen Gelb-Schwarz
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Grüne gegen Gelb-Schwarz
18:54 06.09.2017
Von Michael Ende
Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

Als die Uhr vorm Kirchturm um halb fünf Uhr schlug und die Veranstaltung hätte beginnen sollen, war der Minister noch nicht da. Das war halb so schlimm, denn bis dahin hatte sich auch nur ein halbes Dutzend Interessierte eingefunden. Später, als Meyer sprach, waren es dann etwa drei Dutzend. Sie hörten, wie Meyer die "sanfte Agrarwende" propagierte. Er habe zum Beispiel dafür gesorgt, dass kupierte Schweineschwänze und Hühnerschnäbel der Vergangenheit angehörten und dass Hühnerküken nicht nach Geschlecht selektiert würden: "Wir halten es nicht für moralisch vertretbar, Tiere am ersten Tag ihres Lebens zu töten." Auch Wölfe dürfe man nicht töten, da es verfehlt sei, sie ins Jagdrecht aufzunehmen.

Er habe ein Neubauverbot für Kohlekraftwerke in Niedersachsen durchgesetzt und wolle das Artensterben bei Vögeln und Insekten aufhalten, so Meyer kämpferisch: "Das einzige Gelb-Schwarze, was wir in Niedersachsen brauchen, sind Wespen, Bienen und Hummeln."

Während Meyer auf ur-grünen Themenfeldern zu punkten suchte, setzte Wundram auf High-Tech: Er wolle dafür sorgen, das der Internet-Breitband-Ausbau weiter vorangetrieben werde. Diallo-Hartmann betonte, man müsse Zuwanderern die Integration erleichtern – zum Beispiel, indem man auch solchen Migranten zu Sprachkursen verhelfe, die noch keine Aufenthaltsgenehmigung hätten: "Falls sie dann wieder nach Hause müssen, haben sie wenigstens was gelernt."