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Celle Stadt Celler Haesler-Siedlung: Abreißen oder erhalten?
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Haesler-Siedlung: Abreißen oder erhalten?
09:38 20.03.2018
Von Michael Ende
Stahlkonstruktionen, die mit Holzpfosten notdürftig abgestützt werden. An den Haesler-Bauten auf dem Blumäger Feld hat der Zahn der Zeit deutliche Spuren hinterlassen. Quelle: Audrey-Lynn Struck
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Wenn historische Stahlkonstruktionen so korrodiert sind, dass sie mit Holzbalken provisorisch abgestützt werden müssen, damit das Ganze nicht zusammenbricht, dann muss man sich darüber Gedanken machen, ob das marode Metallfachwerk nicht ein Fall für den Abrissbagger sein könnte. Bezogen auf die vom Bauhaus-nahen Architekten Otto Haesler in der Zeit der Weimarer Republik errichtete Siedlung Blumläger Feld ist diese Frage ganz akut, denn die Bewohner der Siedlung sind von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft (WBG) zum Auszug aufgefordert worden. Ob und wie die angeschlagenen Baudenkmale gerettet werden können, sollen weitere Prüfungen ergeben.

Die Celler Otto Haesler Initiative (OHI) erfüllt die weitere Entwicklung im Blumläger Feld Nord mit "großer Sorge". "Ein Abriss wäre mehr als tragisch, zumal die WBG vor fast 20 Jahren einen Großteil der Siedlung abreißen oder überbauen ließ, der keineswegs baufällig war", so OHI-Vorstand Carsten Maehnert. Klar sei, dass die Erhaltung der noch verbliebenen Denkmalbauten Kosten verursache, die nicht allein auf den Schultern der WBG ruhen sollten, so Maehnert: "Dies müsste wie zum Beispiel bei den Bauhausbauten eigentlich eine gesamtstaatliche Aufgabe werden, bei der sich Kommune, Land und Bund finanziell engagieren." Bis zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum, in dessen Rahmen sich die Stadt Celle 2019 profilieren wollte, müsse eine Lösung gefunden werden.

Im Stadtrat fordert die SPD jetzt eine "fraktionsübergreifende Rettungsaktion". „Im Lichte der aktuell bekannt gewordenen offensichtlich massiven Korrosionsschäden in den Siedlungen am Blumläger Feld sollten wir in einer bespiellosen gemeinsamen Aktion eine Rettung dieser Baudenkmäler anstreben", so der SPD-Fraktionsvorsitzende Patrick Brammer. Es sei klar, dass die WBG die finanziellen Lasten nicht allein tragen könne. "Darum muss nach einer Solidarfinanzierung gesucht werden. Im Rahmen der Förderung des sozialen Wohnungsbaus werden Fördermittel von Seiten der Politik zur Zeit massiv angeboten." Hier müssten die Verantwortlichen umgehend aktiv werden und Gespräche führen.

Bei der CDU glaubt man eher nicht daran, dass sämtliche Gebäude erhalten werden können. Die CDU-Fraktion im Rat hat beantragt, dass unter den abrissbedrohten Gebäuden ein besonders repräsentatives Exponat der Haesler-Bauten ausgewählt und mit besonderer Berücksichtigung der Denkmalpflege auf seine Sanierungsfähigkeit geprüft werden solle. "Sofern eine Sanierung finanziell tragbar ist, könnte eine authentische Referenz für Haeslers Projekt erhalten bleiben", so CDU-Fraktionsvorsitzender Heiko Gevers. Die übrigen Gebäude sollten abgerissen und auf dem Areal neue Bauten "unter Fortschreibung der Haeslerschen Ansprüche an Architektur" geschaffen werden.

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