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Celle Stadt Celler Handgemacht-Markt: Schönes, Kurioses und Nützliches
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Handgemacht-Markt: Schönes, Kurioses und Nützliches
19:05 16.02.2014
Handgemacht Markt in der CD-Kaserne: Rund 60 Aussteller zeigten ihre Handwerkskunst und kamen mit Besuchern ins Gespräch. Quelle: Benjamin Westhoff
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Langsam lässt Dagmar Griewisch-Berkau ihre Hände über den Tonklumpen gleiten, der sich geschwind mit der Töpferscheibe dreht. Gleichzeitig erläutert sie den umstehenden Zuschauern, wie eine Vase entsteht und welche Arbeitsschritte dazu notwendig sind. Griewisch-Berkau ist eine der rund 60 Künstler und Kunsthandwerker, die am Wochenende auf dem Handgemacht-Markt in der CD-Kaserne ihr Handwerk und ihre Kreationen präsentierten. Die Auswahl war riesig und lies keine Wünsche offen.

Handgenähte Kleidung und Taschen, selbstgemachte Seife, geschmiedeter Schmuck, getöpferte Gartenkeramik, eigenproduzierter Käse, selbstgemalte Gemälde – es gab viel zu entdecken und zu bestaunen. Dabei kamen Besucher und Aussteller ins Gespräch. So konnten interessierte Kunden aus erster Hand mehr über die Entstehungsgeschichte der Produkte erfahren.

Am Stand von Hendrik Böhne warteten handgemachte Pflanzenölseifen mit so kuriosen Namen wie "Zimtziege", "Dünenhase" oder "Landlady" auf schmutzige Hände. Seife ist allerdings nicht gleich Seife. „Zuerst muss man sich überlegen, ob es beim Händewaschen ordentlich schäumen oder lieber cremig sein soll“, sagte Böhne. Die richtige Mischung der Seifenlauge ist entscheidend. Vornehmlich aus Pflanzenölen hergestellt, können die handgemachten Seifen empfindliche Allergikerhaut reizen. Die Abhilfe hatte der Quickborner ebenfalls parat: Ziegenmilchseife ohne starke Duftstoffe. Wer experimentierfreudig war, konnte ausgefallene Seifenkreationen erwerben. Die grün-gelbe Seife „Landlady“ verleiht der Haut beispielsweise einen fruchtig-frischen Lemongras-Duft, gespickt ist das Ganze mit farbenfrohen Kräutern. Der „Dünenhase“ peelt die Haut mit Mohnsamen.

Frisch gewaschen sorgt ein wohlig warmes Körnerkissen von Benedikt Meindls Stand für Entspannung. In allen Formen, Größen und Farben kommen die mit Rapssaat gefüllten Kissen daher. Der Vorteil gegenüber dem normalen Körnerkissen? „Die Rapssaat hält länger warm, macht das Kissen nicht so schwer und ist geruchsarm“, so Meindl. Zusammen mit seiner Frau Susanne produziert er die Kissen in Handarbeit in Schleswig-Holstein. Er stellte bereits zum dritten Mal auf dem Celler Handgemacht-Markt aus und war zufrieden: „Ich hatte viele angenehme Gespräche mit interessierten Leuten.“

Eine dieser zahlreichen, interessierten Besucher war Daniela Graetsch. Die Cellerin kaufte für ihre Freundin ein Seifenset. „Sie mag selbstgemachte Seifen und hat nächste Woche Geburtstag“, verriet sie. Auch ihr gefiel der Markt: „Man sieht neue Ideen und Kreationen.“

Amelie Thiemann

Von Amelie Thiemann