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Celle Stadt Celler Hehlentorstraße wird saniert
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Hehlentorstraße wird saniert
15:35 02.06.2017
Von Michael Ende
Die Hehlentorstraße wird voraussichtlich ein halbes Jahr lang gesperrt. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

Die Zufahrt der CeBus-Linien zum Busbahnhof am Schlossplatz erfolgt nach Angaben der Stadtverwaltung über die Richard-Katzenstein-Straße. „Hierdurch kann es zu Verspätungen kommen. Fahrgäste sollten das bei ihrer Terminplanung berücksichtigen, da Umsteigemöglichkeiten auf weiterführende Linien nicht in jedem Fall gewährleistet werden können“, so der städtische Pressesprecher Wolfgang Fischer.

Der Ausbau der Hehlentorstraße beinhaltet den Ersatz der abgängigen Pflasteroberfläche in der Fahrbahn durch einen Asphaltbelag. Die Nebenanlagen werden neu gepflastert und die alte Straßenbeleuchtung wird erneuert. Auch der Untergrund muss komplett erneuert werden. „Die Schmutz- und Regenwasserkanäle sowie die dazugehörigen Hausanschlüsse werden in mehreren Teilbauabschnitten saniert. Die Celle Uelzen Netz GmbH führt baubegleitend Arbeiten an den Versorgungsleitungen durch“, erläutert Fischer. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 1,1 Millionen Euro. „Die Bauzeit beträgt voraussichtlich ein halbes Jahr“, so Fischer.

Grünen-Ratsfraktionsvorsitzender Bernd Zobel kritisiert die städtischen Pläne, die Hehlentorstraße nach dem Abschluss der Arbeiten für den Radverkehr in beide Richtungen zu öffnen. Das sei in der engen Straße zu riskant: "Wir fordern die Verwaltung auf, hiervon Abstand zu nehmen, da es alle Verkehrsteilnehmer in der Hehlentorstraße gefährdet. Man stelle sich vor, ein Reisebus fährt stadteinwärts, und beidseitig sollen gleichzeitig Fußgänger- und Radverkehre stattfinden. Diese Planung ist Unfug."

Auch in der Sitzung des Altstädter Ortsrates am Mittwoch wurde der aus Kostengründen seit Jahren immer wieder verschobene Umbau der Hehlentorstraße zum Thema. „Der längst überfällige Umbau der Hehlentorstraße könnte eine Initialzündung für eine Neuausrichtung des Verkehrs in der Altstadt sein“, meint Ortsbürgermeister Tim Übermuth (CDU). Er fordert ein Umdenken: „Die ursprüngliche Konzeption des inneren und äußeren Rings ist nicht zuletzt seit der planerischen Verlegung des Kreisels von der Katzensteinstraße an die Hafenstraße gescheitert. So hat man nunmehr die Chance, den Altstadtbereich innerhalb der Grenzen Schlossplatz-Südwall-Heiliges Kreuz-Schuhstraße zu einem Quartier zu entwickeln, in dem Fußgängern und Radfahrern sichtbar Priorität eingeräumt wird.“

Eine durchgängige optische Abtrennung der Radwege und weitere Umwidmungen zu Fußgänger- und Radfahrzonen würden die Attraktivität für Touristen steigern und die Innenstadt sicherer und familienfreundlicher machen, meint Übermuth und ergänzt: „Der große Erfolg des Festes am Brandplatz macht deutlich, dass wir einige Schätze der Altstadt nur noch nicht gehoben haben. Es wird Zeit für moderne Lösungen der Innenstadtanbindung wie CO2-freie Shuttledienste, die jedoch auch eine hinreichende Parkkapazität auf der Allerinsel bedingen würden.“