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Celle Stadt Celler "Herdensingen" voller Erfolg
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler "Herdensingen" voller Erfolg
22:36 03.10.2016
Sascha Dongmann als "Bibu" heizte die Stimmung beim "Herdensingen" unter den Sängern im Zuschauerraum noch mehr an. Auf der Bühne hatte CD-Kasernen-Geschäftsführer Kai Thomsen sichtlich Spaß bei der Premiere der Veranstaltung. Quelle: Oliver Knoblich
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Ein großer Teil der Sangesbegeisterten ist wie der Moderator eher zu Hause in den Hammer-Hits der 90er und Neue-Deutsche-Welle-Krachern der 80er Jahre, aber textsicher ist hier jeder, denn die Liedzeilen werden auf einer großen Leinwand eingeblendet, und den Rhythmus gibt die sechsköpfige Band vor.

Für neue Formate ist die Kaserne bekannt, es mag an dieser Premieren-Routine liegen, dass ohne jede Aufwärmphase das Stimmungsbarometer gleich beim ersten der drei Blöcke à acht Songs weit nach oben klettert. Dass hier keiner alleine auf die Bühne muss, kommt gut an. „In eine Karaoke-Bar würde ich nie gehen“, sagt Bettina Köhler, aber Lust zum Singen hat sie ebenso wie Astrid von Grünhagen, die zuvor auch noch nie beim Karaoke war.

Es ist das Singen selbst, das begeistert. „Es hat etwas Befreiendes“, kommentiert von Grünhagen. Sie findet es wunderbar, „dass so etwas in Celle stattfindet und die das mit der Besetzung machen.“ Zu dieser gehören neben der Jahrespraktikantin der technische Leiter sowie vier Auszubildende des Bereiches Veranstaltung.

Die gute Laune der Protagonisten auf der Bühne überträgt sich von der ersten Minute an auf die Singfreudigen im Saal. Allen voran Kai Thomsen, dem man, unablässig von einer Seite der Bühne zur anderen tanzend, den Spaß an der Sache einfach anmerkt. Seine kurzen Erläuterungen zu den Liedern, die von deutschem Schlager bis zu Beatles-Klassikern reichen und auf eine kleine Zeitreise von den 60ern bis zu den 2000ern mitnehmen, runden den Karaoke-Marathon ab. „Das ist hier kein Konzert“, hatte Thomsen zu Beginn betont. Zu keiner Sekunde war es das. Am Schluss wird dieses nochmal ganz deutlich, als der Applaus von der Bühne für das singende Publikum mindestens genauso groß ausfällt wie umgekehrt.

Von Anke Schlicht