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Celle Stadt Celler Hilfe für Pakistan rollt an
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Hilfe für Pakistan rollt an
19:14 18.11.2010
Von Andreas Babel
Das Celler Fluthilfeprojekt in Pakistan Quelle: Fremdfotos / Texte Eingesandt
Celle Stadt

Im kommenden Monat sollen Celler Spendengelder in Pakistan dazu beitragen, dass drei Dörfer, die durch die Flut seit dem 29. Juli schwer beschädigt worden sind, wieder aufgebaut werden. Der einige Jahre in Celle stationierte Militärattache der deutschen Botschaft in Islamabad, Klaus Wolf, hat jetzt das Projekt vorgestellt, in das die knapp 42000 Euro fließen werden, die im Rahmen der CZ-Spendenaktion „Mitmenschen in Not“ zusammengekommen sind.

Wolf wird dieses Projekt während seines nächsten Celle-Aufenthalts am Sonnabend, 11. Dezember, 18 Uhr, im Beckmannsaal, Magnusstraße, selbst vorstellen. Der Celler Gaststätten-Betreiber Azher Sahi, der die Hilfsaktion initiiert und begleitet hat, wird im Januar in die Region fliegen und nach dem Rechten schauen: „Ich werde unser Projekt dann vor Ort unterstützen und gehe auch dorthin, um für mich und die Celler, die gespendet haben, den Fortgang zu beobachten“, sagte Sahi.

Die drei Dörfer, die wieder aufgebaut werden sollen, liegen unmittelbar am Swat-Fluss. Sie sind bislang schwer zugänglich und haben nach Wolfs Darstellung wenig Unterstützung erfahren. Sie wurden unter die Betreuung der deutschen Hilfsorganisation „Humanity Care Stiftung“ (HCS) gestellt.

Der Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur soll im wesentlichen durch Eigenleistung der Bewohner erfolgen. Dazu soll jedem Ort Baumaterial in Form von Zement, Steinen und Dachmaterial im Wert von jeweils 10000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Für 5000 Euro sollen Kleidung und Medikamente gekauft werden. Derselbe Betrag wird für Löhne für Arbeiten durch die Dorfbevölkerung aufgewendet. Diese Arbeiten werden von dem Projekt-Team vor Ort koordiniert. Die restlichen 2000 Euro fließen in Transportkosten.

Klaus Wolfs Ehefrau Dr. Susan Ekberoglu-Wolf, eine HNO-Fachärztin, wird die medizinische Betreuung der drei Dörfer übernehmen. Sie beschafft Medikamente in Islamabad und wird sich schwerpunktmäßig um Frauen und Kinder kümmern. Das Projekt wird mindestens sechs Monate laufen. Die HCS bleibt dort weiter aktiv und baut derzeit eine berufsbildende Schule, um Jugendlichen eine Perspektive zu geben.

Vom Basislager in Azizabad werden die Hilfsgüter in 45-minütiger Fahrzeit an die Dörfer am Swat-Fluss transportiert.