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Celle Stadt Celler Hohe Wende wird entrümpelt
Celle Aus der Stadt Celle Stadt Celler Hohe Wende wird entrümpelt
21:23 28.06.2016
Von Michael Ende
Wo früher Soldaten untergebracht wurden, sollen zukünftig Flüchtlinge wohnen: Die alten Kasernen-Blöcke werden ertüchtigt. Quelle: Alex Sorokin
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„Ich freue mich, dass die angekündigten Arbeiten an der Hohen Wende jetzt tatsächlich auch langsam sichtbar werden. Damit liegen wir für die Notaufnahme im Zeitplan“, sagt Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende (SPD) auf Nachfrage der CZ. Zurzeit werden an der Notunterkunft Hohe Wende diverse Gewerke gleichzeitig ausgeführt wie etwa Abbruch, Rohbau, Fenster-Tischlerarbeiten, Gerüstbau, Sondierungen und Elektro-Demontage.

„Es befinden sich etwa 50 Bauschaffende vor Ort und arbeiten. Angesichts der Ferienzeit und der prall gefüllten Auftragsbücher bin ich froh, dass es hier mit so vielen Bauarbeitern vorangeht“, freut sich Mende. „Die Celler Zuwanderungsagentur soll ab Oktober in Betrieb gehen. Noch im August wollen wir – wenn alles gut läuft – auch die Bevölkerung im Rahmen unseres Bürgerdialogs zur Zuwanderung zu einem Blick auf das neu gestaltete Gelände einladen.“

Die Stadt hat einen Dreijahresvertrag mit dem Land abgeschlossen, in dem man sich darauf geeinigt hat, dass an der Hohen Wende ein Flüchtlings-Notaufnahmelager mit einer Kapazität von 250 Menschen durch die Zuwanderungsagentur betrieben wird und das Land für eine entsprechende Mindestauslastung sorgt. Das Projekt an der Hohen Wende soll auf drei Säulen ruhen: Auf einem Notaufnahmelager für Flüchtlinge, auf der Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge, die dauerhaft Celle zugewiesen werden, durch die Zentrale Anlaufstelle und auf der Bildung und Qualifizierung von Flüchtlingen. Die Stadt hat EU-Fördermittel in Höhe von 5 Millionen Euro beantragt, die mit 1,2 Millionen Euro gegenfinanziert werden müssten.

Mende geht davon aus, dass Celle für viele Flüchtlinge zum neuen Lebensmittelpunkt wird: „Für sie realisieren wir die bundesweit beachtete Zuwanderungsagentur. Wenn im Oktober unser EU-Antrag in Brüssel genehmigt wird, sehe ich dort allerdings den Nukleus für ein breiteres Bildungsangebot, das sich langfristig nicht nur an Migranten richtet, sondern auch die Zusammenarbeit mit den Nachbar-Universitäten in Lüneburg, Clausthal und Hannover organisiert und so Hochschulausbildung nach Celle bringt.“